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Star-Kicker : Promi-Geburtstag vom 1. August 2017: Bastian Schweinsteiger

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Er ist ein «Leader und Weltklassespieler», sagt Bundestrainer Jogi Löw über Bastian Schweinsteiger. Das stellt der Star-Kicker in Chicago gerade eindrucksvoll unter Beweis.

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2017 | 00:01 Uhr

Von ganz unten nach ganz oben - solche Geschichten lieben die Amerikaner. Kein Wunder, dass Chicago Bastian Schweinsteiger feiert, denn in der Sport-Seifenoper spielt der Fußball-Weltmeister die Hauptrolle. Der Ex-Bayern-Profi hat aus seinem neuen Team, Chicago Fire, ein Spitzenmannschaft gemacht.

«Er ist alles was wir uns erhofft hatten und mehr», erklärte Chicago-Trainer Veljko Paunovic im Interview von «MLSsoccer.com». «Seine Einstellung, sein Einsatz und sein Verlangen zu gewinnen und dabei andere mit seiner Erfahrung, seinen Ideen und seinem Wissen über das Spiel zu beeinflussen, ist unglaublich. Wir können uns glücklich schätzen einen Spieler wie ihn bei uns zu haben». 

Auch Abseits des Spielfeldes ist Schweinsteiger, der heute 33 Jahre alt wird, mittlerweile in seiner neuen Heimat angekommen. Nicht nur lässt er sich zusammen mit seiner Frau, der früheren Tennisspielerin Ana Ivanovic, des Öfteren bei den Spielen anderer Profi-Mannschaften in Chicago blicken. Das Paar versucht auch die Möglichkeiten, die die neue Heimat bietet, voll und ganz auszunützen, und lässt über die sozialen Medien den Rest der Welt teilhaben. 

«Ich fühle mich wirklich sehr wohl hier und es passt alles», sagte Schweinsteiger Mitte Juni im «Welt»-Interview. «Auch die Menschen in Chicago sind super nett, es macht viel Spaß. Wie lang ich in der MLS spielen werde, das weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall dieses Jahr.»

17 Jahre war Bastian Schweinsteiger bei Bayern München. Schon als Teenager wurde das Eigengewächs B-Jugend- und A-Jugend-Meister mit dem FCB. Mit 18, im ersten Profijahr, feierte Schweinsteiger gleich sein erstes «Double» mit Meisterschaft und Pokalsieg. Heute ist er mit acht Meistertiteln und sieben Pokalsiegen mit 15 Trophäen nationaler Rekordchampion vor Oliver Kahn (14).

Ottmar Hitzfeld hatte den Youngster am 13. November 2002 beim 3:3 im Champions-League-Spiel gegen den RC Lens erstmals eingesetzt. Und Schweinsteiger fiel danach nicht nur durch sein Talent auf dem Fußballplatz aus. Der bayerische Gaudibursche erregte mit seinen jugendlichen Eskapaden auch immer wieder Uli Hoeneß und Co.

Mit wechselnder Haarpracht, Strähnchen und flippigen Armbändchen, einem lackierten Fingernagel oder einer nächtlichen Poolparty mit einer «Cousine» im Spielertrakt auf dem Vereinsgelände sorgte er für Aufregung. Sportlich ging es dennoch bergauf, schon mit 19 Jahren debütierte Schweinsteiger im Nationalteam. Und mit dem «Kölsche Jung» Lukas Podolski bildete er beim WM-Sommermärchen 2006 in Deutschland das beliebte Spaß-Duo «Poldi» und «Schweini».

Deutschlandweit zur Kultfigur wurde Schweinsteiger 2014 im WM-Finale von Rio. Mit blutverschmierten Gesicht, entkräftet, aber auch unbeugsam kämpfte er sich im Estádio Maracanã durch die 120 Minuten gegen Argentinien. Lohn der Qual: 1:0-Sieg, Weltmeister!

Auf der Zielgeraden seiner Karriere wagte Schweinsteiger schließlich den Sprung in die extrem anspruchsvolle Premier League zum englischen Rekordmeister. Es war ein Signal: Als alternder Bayern-Held wollte er nicht abtreten. Das Zwischenspiel bei Manchester United war zwar nicht besonders erfolgreich, umso mehr trumpft Schweinsteiger jetzt in Chicago auf.

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