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Container-Show : «Promi Big Brother» geht in eien neue Runde

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Was für RTL das Dschungelcamp, ist für Sat.1 «Promi Big Brother». Zwei Wochen lang werden irgendwie bekannte Ex-Stars, Ex-Lebenspartner und Exzentriker in ein Haus gepfercht und rund um die Uhr beobachtet. Für ausgetrocknete Reality-Show-Fans ein nettes Sommertheater.

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2017 | 07:00 Uhr

«Der hat doch früher mal...», «Die ist doch die eine von...», «Der war doch mal bei...»: In Fernseh-Deutschland beginnt wieder die Zeit der mutmaßenden Halbsätze.

Der Grund: Am Freitag (20.15 Uhr) startet bei Sat.1 die neue Staffel «Promi Big Brother». Die Show, die sich zu einer Art Sommer-Ersatzdroge für darbende Dschungelcamp-Gucker entwickelt hat, pfercht abermals eine illustre Truppe mehr oder weniger bekannter Menschen in einem Haus zusammen und filmt sie rund um die Uhr. Darunter Mimen aus fast vergessenen Sex-Klamotten, Ex-Partner von Fernsehsternchen und Ex-Teilnehmer aus einschlägigen Formaten wie «Bachelor», die noch nicht im Orkus der Medien-Welt verschwunden sind.

Dass die tatsächliche Prominenz für den Unterhaltungswert gar keine so große Rolle spielt, ist allerdings längst anerkannte Lehrmeinung. Shows wie «Promi Big Brother» - nun schon in der fünften Staffel - leben von Exzentrikern, Gockelgehabe und Menschen, die um jeden Preis wieder ins Gespräch kommen wollen. Vor diesem Hintergrund hat Sat.1 eine auf den ersten Blick exzellente Wahl getroffen. Schauspieler Zachi Noy etwa lässt sich bereits mit dem Satz zitieren: «Mein nackter Hintern war auf allen Kinoleinwänden der Welt zu sehen, da macht mir das bei "Promi Big Brother" wenig aus.»

Wer beim Namen Zachi Noy zum Halbsatz «Der hat doch früher mal...» ansetzt, ist auf der richtigen Fährte. Der israelische Schauspieler hat vor vielen Jahren in der krachledernen Sexkomödien-Reihe «Eis am Stiel» den lustigen Dicken gegeben. Danach stotterte die Karriere jedoch merklich. Der mittlerweile 64-Jährige hofft nun, dass durch «Big Brother» wieder Filmproduzenten auf ihn aufmerksam werden, wie er sagt.

Zu den zwölf Kandidaten zählt in diesem Jahr zudem Sarah «Dingens» Knappik. Von dem Model («Germany's Next Topmodel») ist ebenfalls bekannt, dass es im Sinne der Show liefern kann. In einer bis heute legendären Dschungelcamp-Staffel wurde Knappik dereinst auf den Knien von Schauspieler Mathieu Carrière angefleht: «Unser Problem bist du. Geh weg. Bitte, bitte, bitte verlass uns!»

Vielversprechend erscheint auch die Teilnahme von Medien-Berater Steffen von der Beeck, besser bekannt als Ex-Verlobter von Fernsehsternchen Jenny Elvers, die selbst schon mal eine Staffel «Promi Big Brother» gewann und die neue - wie passend - als Kommentatorin im Frühstücksfernsehen interpretieren darf.

Außerdem dabei: Modedesignerin Sarah Kern, Boyband-Sänger Eloy de Jong (Caught in the Act), der frühere «Lindenstraße»-Schauspieler Willi Herren und die Schweizerin Milo Moiré, mit der nun sogar Performancekunst in das einst von den Kultur-Eliten so verschmähte «Big Brother»-Format einzieht. Wobei man allerdings dazu sagen muss, dass Moiré vor allem dafür bekannt ist, ihre Kunst nackt auszuleben. Nach den Silvester-Übergriffen von Köln demonstrierte sie etwa unbekleidet vor dem Kölner Dom für Frauen-Rechte («Respektiert uns! Wir sind kein Freiwild, selbst wenn wir nackt sind!!!»).

Wer sich in der deutschen Promi-Parallelwelt heimisch fühlt, kann womöglich sogar etwas mit dem Namen Maria Hering anfangen, die mit ihrem Ex-Freund Bastian als «Protz-Pärchen» unter dem Namen Yotta eine gewisse Bekanntheit erlangte. Oder mit Modeunternehmerin und «Luxuslady» Claudia Obert, die sich offenkundig auf das Format vorbereitet hat: «Ich freue mich immer Leute kennenzulernen - egal aus welchem Milieu: Zuhälter, Hells Angels, Staatspräsidenten, ich habe mit niemandem Berührungsängste und bin auf alles gefasst.»

Moderiert wird die Show von Jochen Schropp und Jochen Bendel. Als Motto hat Sat.1 «Alles oder Nichts» ausgegeben. Das deutet an, dass notfalls der allmächtige große Bruder, die markante Off-Stimme «Big Brother», für den notwendigen Konflikt im Haus sorgen wird. Für die meisten Kandidaten gilt ohnehin: immerhin dabei.

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Mitteilung von Sat.1 zu Teilnehmern I

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