Geburtstag : Prinz der Romantik: Richard Clayderman wird 60

Richard Clayderman
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Richard Clayderman

Die „Ballade pour Adeline“ machte den französischen Starpianisten reich und berühmt / Er tourt noch immer um die ganze Welt

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28. Dezember 2013, 00:33 Uhr

Richard Clayderman mag Deutschland besonders. Nicht nur, weil man sich dort um den Candlelight-Song „Ballade pour Adeline“ riss, mit dem der Franzose 1976 schlagartig berühmt wurde.

Damals habe sich die Ballade allein in Deutschland über 900 000 Mal verkauft. „Ich mag Deutschland und habe viele schöne Erinnerungen an meine Konzerte dort“, erklärte der französische Musiker. Die deutschen Fans seien sehr treu. Sie lassen sich begeistern und verzaubern.

Im Frühling 2014 will Clayderman, der heute 60 Jahre wird, mit seinen Romantik-Liedern das deutsche Publikum wieder in das Reich der Träume und Gefühle entführen. Auf seinem Flügel will er bekannte und neue Lieder aus seinem jüngsten Album „Romantique“ spielen. Der schlichte Titel ist Programm für seine Musik. Claydermans Romantik ist zeitlos und geht ans Herz. Mit seinen seichten Liedern soll der blonde Beau mehr Platten verkauft haben als Bob Dylan, Coldplay, Adele oder Lady Gaga.

Der als Philippe Robert Pagès geborene Pianist spielt seit über 30 Jahren Hits der Gefühle wie „Don’t cry for me Argentina“, „How deep is your love“ und „Yesterday“. Dass er als Prinz der Romantik gilt, stört ihn nicht weiter. Der Stil entspreche seiner Persönlichkeit. Er sei ein zurückhaltender Mensch und ein ewiger Optimist, wie er von sich selbst behauptet. Für Schlagzeilen in der Öffentlichkeit sorgt der Franzose tatsächlich kaum. Die Bekanntgabe der Trennung von seiner zweiten Frau im Jahr 2003 verlief ohne Rauschen im Blätterwald und ohne Rosenkrieg. Und die Hochzeit mit seiner langjährigen Freundin Typhaine vor drei Jahren fand klammheimlich statt.

Privat hört Clayderman so ziemlich alles: angefangen von Klassik bis hin zu Pop und Rock. Beruflich hingegen blieb er seinem sanften Stil treu. Kritiken an seiner „Leichtkost-Musik“ prallen an ihm ab. „Ich schenke den Menschen schöne Musik. Warum soll ich mich dafür schämen?“

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