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US-Magazin „Time“ : „Person des Jahres 2017“ sind alle, die ihr Schweigen brachen

vom

Jährlich wählt die Redaktion eine „Person des Jahres“ aus. 2017 sind es Frauen hinter #MeToo-Bewegung.

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2017 | 14:20 Uhr

Ahsley Judd, Alyssa Milano, Tarana Burke, Selma Blair, Sara Gelser, Taylor Swift, Rose McGowan und viele mehr: Die Liste der Menschen, die in diesem Jahr vom US-Magazin „Time“ zur „Person des Jahres“ gewählt wurden, ist lang. Dahinter stehen Frauen und Männer, die die #MeToo-Bewegung mit Enthüllungen über sexuelle Übergriffe ins Rollen brachten.

Auf die Titelseite der aktuellen Ausgabe setzte die Zeitschrift Frauen wie Schauspielerin Ashley Judd, Sängerin Taylor Swift und die Software-Entwicklerin Susan Fowler.

Judd hatte gemeinsam mit anderen Frauen die Affäre um Filmproduzent Harvey Weinstein losgetreten. Swift hatte erfolgreich einen Radiomoderator verklagt, der ihr an den Po gegrapscht hatte. Fowler hatte eine Unternehmenskultur voller Sexismus beim Fahrdienstanbieter Uber beschrieben, die Firmenchef Travis Kalanick schließlich aus dem Amt trieb.

„Die mitreißenden Handlungen der Frauen auf unserer Titelseite gemeinsam mit Hunderten anderen sowie vielen Männern haben eine der schnellsten Veränderungen in unserer Kultur seit den 1960er Jahren freigesetzt“, teilte Chefredakteur Edward Felsenthal zur Entscheidung der Redaktion am Mittwoch mit. Seit Anfang Oktober waren Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe gegen namhafte Schauspieler, Politiker, Journalisten und andere Männer bekanntgeworden, darunter Schauspieler Kevin Spacey, Moderator Charlie Rose, Comedian Louis C.K. und Senator Al Franken.

Im Internet hatten Frauen weltweit unter dem Hashtag #MeToo von sexuellen Übergriffen berichtet. Gestartet wurde die Aktion von der US-Schauspielerin Alyssa Milano. Milano wollte deutlich machen, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt. „Wenn alle Frauen, die sexuell belästigt oder genötigt wurden, ,Me too' als Status schreiben, könnten wir den Menschen das Ausmaß des Problems bewusst machen“, erklärte sie.

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