#MeToo : Olivia Munn lässt «Predator»-Filmszene schneiden

Olivia Munn bekam für ihre Entscheidung viel Lob. /EPA
Olivia Munn bekam für ihre Entscheidung viel Lob. /EPA

Olivia Munn setzt sich in der Filmbranche schon länger für Frauenrechte ein. Jetzt ließ sie eine Filmszene schneiden, bei der sie mit einem vorbestraften Sexualtäter zu sehen ist.

svz.de von
14. September 2018, 08:49 Uhr

US-Schauspielerin Olivia Munn (38) freut sich über Zuspruch, nachdem sie eine Szene aus dem Horrorfilm «Predator» hat rausschneiden lassen.

In dieser war sie mit einem Schauspieler zu sehen, der 2010 im Gefängnis saß, weil er seine 14-jährige Cousine belästigt hatte. Munn und das Filmteam hatten nach Angaben des Regisseurs davon zunächst nichts gewusst.

«So etwas kann oft polarisieren, aber es war unglaublich zu sehen, dass so viele gescheite Menschen ihre Empörung zeigen und mich verstehen und unterstützen», sagte Munn («X-Men: Apocalypse») dem «Hollywood Reporter». Auch die Co-Stars des Films hätten ihr beigepflichtet, nachdem sie tagelang zu dem Vorfall geschwiegen hatten. «Es ist eine schwere Situation.»

Regisseur Shane Black, der mit dem betroffenen Schauspieler befreundet ist, sagte, es sei ein Fehler gewesen, einen Vorbestraften zu besetzen und dies niemandem im Vorfeld gesagt zu haben. «Dafür übernehme ich die volle Verantwortung.»

In «Predator - Upgrade», der seit diesem Donnerstag im Kino läuft, kehren die Killer-Aliens aus dem Ursprungsfilm von 1987 zurück auf die Leinwand. Munn verkörpert die Biologin Casey, die zusammen mit anderen auf die Jagd nach den Monstern geht.

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