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19. November 2017 | 15:30 Uhr

Newcomer und Legende

vom

Stars der deutschen und internationalen Musikszene feierten am Sonnabend in der Berliner O2-World die Echo-Verleihung. Rock und Pop, Volksmusik und Schlager saßen vereint unterm Hallendach und warteten gespannt auf die Vergabe der Trophäen.

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2009 | 06:58 Uhr

Berlin | Plötzlich sind sich die beiden Helden der Echo-Show ganz nah: Peter Fox (37), dreifacher Abräumer des Deutschen Musikpreises, lehnt auf der Aftershowparty am Sonntagmorgen am Tresen - nur wenige Schritte entfernt von Udo Lindenberg (62). Der Deutschrocker hat auf dem Tisch vor sich einen Echo stehen. "Nur" einen, aber es ist DER Echo für den Rockstar: Schon Anfang der 90er-Jahre hatten die Veranstalter sein Lebenswerk gewürdigt, doch nun, im Jahr 2009, steht er wieder als Gewinner auf der Bühne und darf sich als bester nationaler Künstler feiern lassen. Der Newcomer und die Legende waren unter den Preisträgern der 18. Echo-Verleihung die unangefochtenen Lieblinge der Zuschauer.

Das Staraufgebot konnte sich sehen lassen: U2 lieferten den Auftakt, Depeche Mode, von Moderatorin Barbara Schöneberger gnadenlos angeflirtet, präsentierten ihren neuen Song, und auch Katy Perry enttäuschte die Fans nicht. Trotzdem wurde der Echo zum TV-Flop: Nur 3,07 Millionen Zuschauer (Marktanteil 10,6 Prozent) wollten die ARD-Show sehen. Auch 2008 kam die Musikpreis-Gala nur zu mäßigen Einschaltquoten, damals übertrug der Sender RTL, der diesmal mit "Deutschland sucht den Superstar" zwei Millionen Zuschauer mehr als das Erste erreichte. Der jüngste "DSDS"-Gewinner Thomas Godoj saß derweil beim Echo und gewann in der Kategorie Bester Newcomer National. Seine Dankesrede wurde später vom Moderatorenpärchen Schöneberger und Oliver Pocher aufs Korn genommen. Vor allem Pocher schlitterte dabei immer wieder haarscharf an der Grenze von belustigend zu beleidigend entlang. Peinlich: Die Laudatio der Mädchenband Monrose, bei der jeder Gag floppte.

Kreisch-Alarm dagegen bei Peter Fox: Kaum fiel sein Name, tobten die Fans. Gleich drei der Trophäen konnte der Musiker, der erst vor einer Woche mit seinem Song "Schwarz zu Blau" den Bundesvision Song Contest gewonnen hatte, für sich verbuchen: Der auf Solo-Pfaden wandelnde Seeed-Sänger gewann in der Kategorie Hip- Hop/Urban, wurde bester Produzent und nahm dann - völlig überrascht - noch den Kritikerpreis entgegen. Die Ehrung durch Musikjournalisten war erst in diesem Jahr ins Leben gerufen worden.

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