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Nachwuchs : Neureuther und Gössner setzen bei Erziehung auf Grundwerte

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Die beiden Sportler wissen genau, was sie ihrem Kind mit auf den Weg geben wollen. Was ihre kleine Tochter später daraus macht, bleibt ganz ihr überlassen.

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2017 | 12:23 Uhr

Deutschlands Alpin-Star Felix Neureuther und die Biathletin Miriam Gössner setzen in der Erziehung ihrer Tochter Matilda auf die Vermittlung von Grundwerten.

«Bodenständigkeit, Hilfsbereitschaft, Respekt, Bewegung, Natur und gesund leben. Was sie dann daraus macht, ist uns total egal», sagte Neureuther der «Bild am Sonntag». Das Wintersportpaar werde die am vergangenen Wochenende geborene Matilda «so erziehen, dass sie lernt, was uns wichtig ist».

Der 33-jährige Neureuther nannte das Gefühl, erstmals Vater zu sein, «wahnsinnig intensiv, fast unbeschreiblich. Ich war bei der Geburt dabei. Jeder, der ein Kind bekommen hat, weiß, wie emotional das ist». Sich auf die nächste Woche beginnende Saison vorzubereiten, sei aktuell kompliziert, berichtete Neureuther. «Skifahren ist mein Job. Aber es tut weh, wenn ich mich ins Auto setze und zum Training fahre. Dann denke ich darüber nach, ob ich das Richtige tue. Ich möchte es nicht verpassen, wenn mein Kind krabbeln lernt oder das erste Mal steht. Das ist mir wichtiger als Siege und Medaillen», sagte er.

Ob das Mädchen später lieber Ski fahren will oder sich für Biathlon interessiert, sei für das Paar nicht wichtig. Eine Karriere im Leistungssport sei überhaupt keine Pflicht. «Wir werden sie bei allen Entscheidungen unterstützen. Da muss kein kleiner Neureuther in 20 Jahren am Start stehen und um Olympia-Medaillen kämpfen!»

Seit Sommer 2013 sind Neureuther und die zweimalige Biathlon-Staffelweltmeisterin Gössner ein Paar. Für den besten deutschen Alpin-Sportler geht am kommenden Sonntag beim Riesenslalom in Sölden die Olympia-Saison los. Ob Gössner, die in der vergangenen Saison aufgrund schwacher Leistungen die WM verpasst hatte, noch einmal ein Comeback in Angriff nimmt, bleibt abzuwarten.

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