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Vergewaltigungsanzeige : Neue Vorwürfe gegen Polanski

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Aus der Onlineredaktion

Nach einer neuen Vergewaltigungsanzeige gegen den französisch-polnischen Regisseur Roman Polanski müssen Schweizer Staatsanwälte zunächst eine mögliche Verjährung des Falls klären

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Nach einer neuen Vergewaltigungsanzeige gegen den französisch-polnischen Regisseur Roman Polanski müssen Schweizer Staatsanwälte zunächst eine mögliche Verjährung des Falls klären. Die Staatsanwaltschaft St. Gallen bestätigte gestern den Eingang der Anzeige.

Eine Deutsche beschuldige Polanski (84), sie 1972 in Gstaad in der Schweiz vergewaltigt zu haben, sagte Staatsanwalt Roman Dobler in St. Gallen. Sie sei zu dem Zeitpunkt 15 Jahre alt gewesen. Polanskis Anwalt in Paris war gestern zunächst nicht zu erreichen.

Die Frau hatte die Klage Ende September bei der Kantonspolizei in St. Gallen eingereicht. Weil Gstaad aber im Kanton Bern liegt, seien die Behörden in Bern zuständig, so Dobler. Dort werden dann zwei Dinge geprüft: ist die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern zuständig? Und: Ist die Tat allenfalls verjährt?“, sagte Dobler.

„Verjährungsregeln haben sich im Laufe der Jahre mehrmals geändert. Wenn Opfer bei Sexualdelikten unter 16 Jahre alt sind, gelten zudem besondere Regeln. Der Fall muss von der zuständigen Staatsanwaltschaft geprüft werden.“

Polanski („Der Pianist“, „Tanz der Vampire“) war am Montag beim Filmfestival in Zürich bei der Vorführung seines Films „Based on a True Story – D’apres une histoire vraie“. Er sei nicht mehr in der Stadt, sagte eine Sprecherin des Festivals gestern. Die US-Justiz ermittelt bereits seit fast 40 Jahren wegen des Verdachts von Sexualdelikten gegen Polanski. Er hatte 1977 zugegeben, Sex mit einer 13.-Jährigen gehabt zu haben, den Vorwurf einer Vergewaltigung aber zurückgewiesen.

 

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