Filmfestival von Cannes : Neue Filme mit Kidman und Huppert

Nicole Kidman
Foto:
Nicole Kidman

Zweite Woche beim Filmfestival von Cannes. Erfolgsregisseur Haneke stellte gestern „Happy End“ vor

svz.de von
23. Mai 2017, 08:00 Uhr

Beim Filmfestival in Cannes stellte die Schauspielerin Nicole Kidman am Montag den Wettbewerbsbeitrag „The Killing of a Sacred Deer“ vor. Der griechische Regisseur Giorgos Lanthimos erzählt darin von einer Familie, deren Leben auf den Kopf gestellt wird, als ein fremder Jugendlicher ihre Nähe sucht.

Kidman spielt die Mutter, der Vater wird verkörpert von Colin Farrell. Lanthimos hatte in Cannes 2015 den Jurypreis für seine Gesellschaftssatire „The Lobster“ gewonnen.

Auch der österreichische Erfolgsautor Michael Haneke stellte gestern in Cannes sein neues Werk vor. Es heißt „Happy End“ und erzählt von einer bürgerlichen Familie im nordfranzösischen Calais, die mit der Flüchtlingskrise konfrontiert wird. In den Hauptrollen sind Isabelle Huppert, Mathieu Kassovitz und Jean-Louis Trintignant zu sehen.

Haneke könnte mit diesem Film eine Sensation in Cannes gelingen. Der 75-Jährige gewann als einer von nur wenigen Regisseuren bereits zweimal die Goldene Palme: 2009 für „Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte“ und 2012 für „Liebe“. Sollte er in diesem Jahr wieder mit dem Hauptpreis ausgezeichnet werden, wäre er der Erste in der Festivalgeschichte mit drei Goldenen Palmen.

Mit Schauspiellegende Trintignant (86) drehte Haneke bereits das gefeierte Drama „Liebe“ (Amour) über ein altes Ehepaar. Auch Huppert war damals mit dabei – für die 64-Jährige ist es nun nach „Die Klavierspielerin“ und „Wolfzeit“ sogar die vierte Zusammenarbeit mit dem Filmemacher.

„Happy End“ ist einer von zwei Beiträgen, die in diesem Jahr von deutschsprachigen Filmregisseuren im Wettbewerb von Cannes laufen.

Am Freitag wird außerdem Fatih Akins Drama „Aus dem Nichts“ Premiere an der südfranzösischen Croisette feiern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen