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Natalie Ackermann, : Nächstes Ziel: Hollywood

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Natalie Ackermann, ehemalige „Miss Deutschland“, hat schon TV-Erfahrungen und will nun ins Filmgeschäft

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Natalie Ackermann zieht es auf die ganz große Leinwand. Die ehemalige „Miss Deutschland“ hat schon in kolumbianischen Telenovelas mitgespielt, durch eine Klatsch-Sendung im mexikanischen Fernsehen geführt und die Show „Disney on Ice“ auf einer Tournee durch Lateinamerika moderiert. Das nächste Ziel der 36-Jährigen: Hollywood. „Derzeit bereite ich mich auf meine Rolle in einem Kino-Film vor“, erzählt Ackermann. Drehbeginn für den Thriller ist im Sommer.

Die Schauspielerei war immer der große Traum der Deutsch-Kolumbianerin. „Ich genieße es, in verschiedene Rollen zu schlüpfen“, sagt Ackermann. „Am meisten reizen mich Rollen, die so gar nichts mit mir zu tun haben. Ich würde zum Beispiel gerne mal eine drogensüchtige Prostituierte spielen oder eine Verrückte.“

Jetzt will sie erstmal in der Filmindustrie Fuß fassen. Vor einigen Wochen unterschrieb sie einen Vertrag mit dem US-Produzenten Alan Glazer. Der produzierte schon Filme wie „Three Kings“, „Scooby Doo“ und „Stadt der Engel“. Im vergangenen Jahr machte er sich mit seiner Firma Trimax Media selbstständig. „Mein Manager Derek Martin hat den Kontakt zu Glazer hergestellt“, sagt Ackermann. „Mit ihm als Produzent bin ich jetzt direkt an der Quelle für neue Rollen und muss nicht durch die Castings. Ich muss mir in Hollywood ja erstmal einen Namen machen.“

Ackermann wuchs in Meerbusch in Nordrhein-Westfalen als Tochter eines Deutschen und einer Kolumbianerin auf. Als Jugendliche zog sie nach Spanien, später lebte sie in Barranquilla an der kolumbianischen Karibikküste. Dort wurde sie 2000 zur Señorita Atlántico – der regionalen Schönheitskönigin – gewählt.

Als sie 2006 auch zur „Miss Deutschland“ gewählt wurde, brach sie ihr Medizin-Studium in Düsseldorf ab und startete im Showgeschäft durch. Erste Schauspielerfahrung sammelte sie mit einer Nebenrolle in der erfolgreichen kolumbianischen Telenovela „Betty, la fea“, die als „Verliebt in Berlin“ auch für das deutsche Fernsehen adaptiert wurde. Als intrigante Liebhaberin in der Serie „Nuevo rico, nuevo pobre“ brachte sie es in Kolumbien zu Berühmtheit. In dem US-Horrorfilm „The Tenant“ hatte sie eine kleine Nebenrolle als Forensikerin.

Von 2013 bis 2014 moderierte sie im mexikanischen Fernsehsender TV Azteca die Sendungen „Al Extremo“ und „Juntas ni difuntas“. „Das war eine schöne Zeit, aber jetzt will ich mich zu 100 Prozent auf meine Filmkarriere konzentrieren“, sagt Ackermann, die mittlerweile in den USA und Kolumbien lebt. „Los Angeles gefällt mir gut. Ich treffe viele interessante Leute, und die Berge rund um die Stadt sind wunderschön“, sagt sie. In Los Angeles nahm Ackermann Schauspielunterricht an der Filmakademie - sechs Tage die Woche von morgens bis abends. Dort wurden ihr beispielsweise die für lateinamerikanische Serien typische übertriebene Gestik und Mimik abtrainiert. Zudem schärfte Ackermann ihr Profil. „Ich sehe aus wie eine Latina, habe im Englischen aber einen deutschen Akzent. Das macht mich zu etwas Besonderem.“

In Hollywood soll ihr nun der Vertrag mit Filmproduzent Glazer die Türen öffnen. „So viele Leute haben mir immer wieder gesagt: Das schaffst du nie“, sagt die ehemalige „Miss Deutschland“. „Jetzt will ich es allen zeigen.“

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