Fashion Week Berlin : Mode und Zirkus zugleich

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Was bringt die Sommermode 2017 und wo sind die Promis? Besuch bei der Berliner Fashion Week

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28. Juni 2016, 21:00 Uhr

Die Modewoche beginnt, die Smartphones in der ersten Reihe sind gezückt, gleich geht die Show los. „Mama, ich bin bei der Fashion Week!“, ruft eine Zuschauerin in ihr Handy. „Bringst du mir was von Louis Vuitton mit?“ Die Mutter könnte am Kurfürstendamm unterwegs sein – bei der Berliner Fashion Week ist ein Name wie Vuitton nicht dabei. Es ist nicht Paris oder Mailand. Viel zu gucken und einiges Neues gab es gestern aber trotzdem. 70 Schauen und mehrere Messen, dazu Partys und Empfänge: Die Fashion Week ist Mode und Zirkus zugleich. Als Erster zeigt der niederländische Designer Erik Frenken seine Kollektion für das Label Avelon. Auf dem Laufsteg: längs gestreifte Hemdkleider und Röcke, Wickelblusen und Sneaker mit Plateausohlen. Der Sommer 2017 wird luftig: Bei Ewa Herzog ist viel Spitze zu sehen. Und der Beweis, dass auch Kleider vokuhila sein können, also vorne kurz und hinten lang.

Mit Spannung erwartet: die Schau von René Storck. Der Designer stellt eine sportlich-elegante Kollektion vor – strahlend weiße Kleider mit lockerer Taille und an Segel erinnernden Zipfeln, schwarze Hosen mit weitem Bund und schmalem Bein, Kapuzenjacken. Erstmals präsentiert der Frankfurter auch Herrenmode, mit ähnlich präzisen Schnitten. „Frauen und Männer müssen sich heute beide gut und leicht bewegen können“, sagt Storck nach der Schau im Kronprinzenpalais.

Im Modezelt, das diesmal an einem Eisstadion steht, ist das Brandenburger Tor aus Lidschatten- und Mascara-Schachteln nachgebaut.

Die Fotografen warten auf VIP-Alarm, der bleibt erstmal aus, aber die Fashion Week dauert ja noch bis Freitag. Schon am Montagabend im Hotel de Rome schlug die Stunde von Harald Glööckler: Der Designer schmiss eine Show mit Glitzer, Pink und Federn. Ein paar TV-Frauen laufen bei der Show mit. Eine davon ist Moderatorin Dagmar Frederic (71). „Harald ist mein Sonnenkönig“, sagt sie.

Fakten:

  • Mehr als 70 Schauen stehen auf dem Programm, außerdem gibt es Messen. Berlin gilt als Plattform für Nachwuchs sowie nachhaltige und tragbare Mode.
  • 200 000 Besucher werden erwartet, viel Fachpublikum ist unterwegs, darunter Designer, Einkäufer und Blogger.
  • Die Fashion Week ist die zentrale Veranstaltung. Sie ist wegen der EM-Fanmeile vom Brandenburger Tor in ein Eislaufstadion in Wedding und in eine Kunstsammlung in Berlin-Mitte gezogen.
  • Die kennt man aus dem Fernsehen: Heute wird Guido Maria Kretschmer („Shopping Queen“) seine Kollektion zeigen, am Freitag Michael Michalsky („Germany’s Next Topmodel“).
  • Was Insider interessiert: René Storck und Odeeh. Beide Marken haben Paris-Erfahrungen. Odeeh wird sich im Rohbau des Berliner Stadtschlosses präsentieren, Storck im Kronprinzenpalais.
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