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Gender-Debatte : Maria Furtwängler: Es hat sich nichts getan

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Junge Frauen wollen keine Quotenfrauen sein. Mit über 30 fänden sie, dass eine Quote doch ganz gut sei, sagt die Schauspielerin. Beim GEnder-Problem habe sich unter Angela Merkel leider nichts getan.

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erstellt am 26.Okt.2017 | 16:52 Uhr

Fünf Frauen saßen am Donnerstagnachmittag bei den Münchner Medientagen in der Diskussionsrunde zum Thema «Wie steigern wir weibliche Sichtbarkeit im Film und TV?». Auch die Schauspielerin Maria Furtwängler war eingeladen, blieb aber im Publikum sitzen.

Erst nach einer halben Stunde setzte sie sich mit in die Runde. «Ich habe mir zuerst gesagt, ich gehe nicht auf ein Panel, auf dem nur Frauen sitzen», erklärte die aus dem «Tatort» in Niedersachsen bekannte Furtwängler (51). «Denn eigentlich muss das Thema hälftig mit Männern besetzt sein.»

Dann aber äußerte sich Furtwängler doch zu der Frage, ob eine Quotenregelung in Film und Fernsehen die beruflichen Chancen für Frauen verbessern könnte: «Ich kann verstehen, wenn junge Frauen sagen, sie wollten keine Quotenfrau sein», sagte sie. «Wenn sie aber jenseits der 30 sind, meinen sie: Eine Quote wäre vielleicht doch ganz gut.» Einen bezeichnenden Vergleich brachte sie auch: «Genauso wie die Obama-Regierung nichts an dem Rassismus-Problem in den USA geändert hat, ebenso wenig hat sich in Deutschland unter Angela Merkel beim Gender-Problem getan.»

Im Sommer hatte die Universität Rostock eine Studie zum Thema «Geschlechterdarstellung in Film und Fernsehen» herausgebracht, für deren Zustandekommen sich Furtwängler eingesetzt hatte. Tenor der Untersuchung nach einer Analyse von 3500 Stunde TV und Film: Männer kommen in Fiktion und aktueller Berichterstattung doppelt so oft vor wie Frauen.

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