Popstar hautnah : Lady Gaga zeigt sich persönlicher

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Lady Gaga weint oft. Den Eindruck bekommt jedenfalls, wer dem Alltag dieses weltweit umjubelten Superstars in der Netflix-Dokumentation „Gaga: Five Foot Two“ folgt.

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28. September 2017, 21:00 Uhr

Lady Gaga weint oft. Den Eindruck bekommt jedenfalls, wer dem Alltag dieses weltweit umjubelten Superstars in der Netflix-Dokumentation „Gaga: Five Foot Two“ folgt. Gaga weint wegen Schmerzen, sie weint, wenn sich ihr Produzent Mark Ronson verabschiedet, sie weint, weil sie sich allein fühlt. Es ist das bewegende Porträt einer Sängerin, die in der Welt des Pop alles erreicht hat. Und die dieser Erfolg im Alter von nur 31 Jahren vollständig zu zermürben droht.

Wer frustriert war, dass Gaga die europäischen Konzerte ihrer „Joanne“-Welttournee samt Auftritten in Hamburg, Berlin, Köln und Zürich absagte, dürfte den Ernst der Lage hier erkennen. Seit Jahren leidet Gaga an der Krankheit Fibromyalgie, immer wieder klagt sie in „Five Foot Two“ über muskelkaterartige Schmerzen im ganzen Körper.

Als sie vor zwei Wochen ins Krankenhaus gebracht wurde und deshalb eine Show in Rio de Janeiro platzte, gingen bei ihr und ihrem Management offenbar endlich die Alarmglocken an. „Sehe ich erbärmlich aus?“, fragt Gaga, als sie sich im Film weinend auf dem Sofa ihrer New Yorker Wohnung von Therapeuten massieren lässt. „Es ist mir so peinlich und ich weiß nicht einmal, wie eine Geburt sich anfühlen wird.“ Sie wolle doch nur eine „alte Rockstar-Lady“ werden. Selbst bei den Proben für ihren Auftritt vor Millionen beim Super Bowl, dem größten Entertainment-Spektakel des Jahres in den USA, holen sie die ewigen Hüftschmerzen ein.

Man mag sich wundern, dass an einer so erfolgreichen Sängerin große Selbstzweifel nagen. „Ich habe mich nie hübsch genug oder gut genug gefühlt“, verrät sie Regisseur Chris Moukarbel. Zumindest wisse sie jetzt, dass sie musikalisch „etwas wert“ sei. „Ich will in diesem Business eine Frau werden, ich will erwachsen werden“, sagt sie. Ihr bisher persönlichstes Album „Joanne“, mit dem sie vom Freak-Status zu einer ruhigeren Stimme fand, spiegelt diesen Wunsch.

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