Fritz von Thurn und Taxis : Kult-Reporter geht in Rente

Fritz von Thurn und Taxis

Fritz von Thurn und Taxis

Ein Jahr nach Marcel Reif geht ein weiterer ganz besonderer Fußball-Reporter in den Ruhestand.

svz.de von
26. Mai 2017, 08:00 Uhr

„Huiuiuiuiui“. Wahrscheinlich wird das auch morgen wieder zu hören sein. Diese erstaunliche Aneinanderreihung von Buchstaben gehört zum Markenzeichen von Fritz von Thurn und Taxis, einem der erstaunlichsten Vertreter der Fußball-Moderation. Beim Pokal-Finale zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt gibt er seine Abschiedsvorstellung.

Thurn und Taxis gehört gewissermaßen zum Reporter-Adel, der nicht nur durch eine erstaunliche Anzahl von Vornamen heraussticht: Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar. Der 66 Jahre alte Österreicher gehört zu einer aussterbenden Art von Fußball-Kommentatoren.

Das rollende R und seine Form, Fußball zu erzählen und mit Geschichten und Wissen abseits des Rasens zu garnieren, machen ihn zu einem Unikum. Ein Jahr nach Marcel Reif, auch so ein ganz spezieller Vertreter der Kommentatoren-Branche, geht Thurn und Taxis bei Sky nun in den Ruhestand.

24 Jahre konnten TT, wie er von Kollegen abgekürzt wurde, nur die Kunden des Pay-TV-Senders hören, der früher Premiere hieß. Ältere Sportfans kennen Thurn und Taxis noch als Reporter des Bayrischen Rundfunks, bei dem er seine journalistische Karriere begann. „Nur wenn wir polarisieren, werden wir unverwechselbar“, sagte der Reporter kurz vor der Rente dem Fachmagazin „Sportjournalist“.

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