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Eurovision Song Contest : Kitsch, Kunst, Kopenhagen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Was man zum Eurovision Song Contest dieses Jahr wissen muss – kompakt im Schnelldurchlauf

Trash, treue Fans, Pop, Party und auch Politik: Europas verbindendstes TV-Event steigt heute Abend – das Finale des Eurovision Song Contest (zu sehen im Ersten ab 21.00 Uhr). Julia Wäschenbach und Gregor Tholl haben das Wichtigste zusammengestellt, was man dieses Jahr vorab zum ESC wissen sollte/muss/kann:

 

Wer macht mit?

Dieses Jahr sind 37 Staaten dabei, von denen 26 im Finale übrig sind. Während Dauerabstinenzler wie Luxemburg hartnäckig fernbleiben, reisten dieses Jahr immerhin wieder Kandidaten zum Beispiel aus Polen und Portugal an, wegen Geldmangels haben aber Bulgarien, Serbien oder auch Zypern ihre Teilnahme ausgesetzt.

 

Wer ist Favorit?

Favoriten in diesem Jahr sind Armenien und schon wieder Schweden (wie 2012 – der ESC läuft womöglich Gefahr, zur Skandinavien-Show zu werden). Chancen auf Plätze ganz vorn haben auch Österreich, die Niederlande, Großbritannien, Ungarn und die Ukraine. Und natürlich gilt: Der ESC ist immer für eine Überraschung gut.

 

Was kann Deutschland erwarten?

Schwer zu sagen: Entertainer Hape Kerkeling rechnet zum Beispiel mit einem guten Platz, weil er „Is It Right“ von Elaiza „großartig“ finde, sagte der Grand-Prix-Fan vor Wochen.

ESC-2012-Teilnehmer Roman Lob dagegen erwartet nur einen Platz im Mittelfeld.

Laut einer YouGov-Umfrage gehen nur zwei Prozent der Menschen in Deutschland von einem Sieg aus, 46 Prozent erwarten eine Top-Ten-Platzierung, 48 Prozent keinen Platz unter den ersten Zehn, vier Prozent den letzten Platz.

Und was macht Ralph Siegel?

Beim Zwergstaat San Marino ist das deutsche ESC-Urgestein Ralph Siegel („Ein bisschen Frieden“) als Komponist mit von der Partie. Er sitzt sogar am Klavier auf der Bühne und begleitet Sängerin Valentina Monetta bei ihrem Lied „Maybe“.

 

Wer moderiert?

Mit Pilou Asbæk hat sich Danmarks Radio einen recht bekannten Schauspieler („Borgen – Gefährliche Seilschaften“) als Gastgeber gesichert. Gemeinsam mit den DR-Moderatoren Nikolaj Koppel und Lise Rønne führt er äußerst lässig durch die Show.

Fürs deutsche Publikum kommentiert wieder der NDR-Journalist Peter Urban mit seiner sanften Stimme und Onkel-Charme.

 

Wer sorgte vorab für Schlagzeilen?

Als zickig gerierte sich ausgerechnet der smarte Favorit Aram MP3 aus Armenien, der mit den Worten zitiert wurde, er finde die Vollbart-Dragqueen Conchita Wurst aus Österreich „nicht normal“ und werde es „irgendwie ertragen“ müssen, neben ihr aufzutreten, man könne Wurst hoffentlich helfen, „sich zu entscheiden, ob sie eine Frau oder ein Mann ist“.

 

Wer sitzt in der deutschen Jury?

Die deutsche Jury, deren Votum zur Hälfte in die Punktewertung der Bundesrepublik einfließt, besteht in diesem Jahr aus dem Rapper Sido, dem Musiker Andreas Bourani („Nur in meinem Kopf“), der Songwriterin Madeline Juno, Jennifer Weist von der Rock-Band Jennifer Rostock sowie Talentscout Konrad Sommermeyer.

Germany's Points wird übrigens Schlagerstar Helene Fischer live von der Reeperbahn in Hamburg (wo der ESC-zuständige NDR sitzt) bekanntgeben.

 

Wann steht der Sieger fest?

Vielen ESC-Experten sind die Lieder ja eh egal und es geht nur um die kultige Punktewertung. Die geht etwa ab 23.30 Uhr über die Bühne. Ende der Live-Übertragung aus Kopenhagen ist am 11. Mai gegen 0.15 Uhr.

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