Prominente und ihre Hunde : Joop trauert um Lottchen

Wolfgang Joop will sich einen neuen Hund kaufen.
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Wolfgang Joop will sich einen neuen Hund kaufen.

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25. Juni 2015, 21:00 Uhr

Stardesigner Wolfgang Joop (70) ist nach dem Tod seiner langjährigen Hündin Lottchen tieftraurig. „Ich weine oft. Wenn ich nach Hause komme, ist es kein Zuhause mehr“, sagte der Designer.  Nach der Nachricht über ihren Tod sei er in ein „Tal der Tränen“ gefallen. „Sie war meine Freundin, Lebenspartnerin, meine Familie. Wir teilten uns Tisch und Bett, sie war zehn Jahre überall mit dabei“, sagte der Modeschöpfer.

Die neunjährige Rhodesian-Ridgeback-Dame litt an einem Milztumor und starb vergangene Woche nach einer Operation. Dabei schien der Eingriff zunächst erfolgreich verlaufen zu sein, sagte Joop.

Der Hundefreund hatte vor Lottchen die kleinen Spitze Willie, Wolfie und Otto sowie  Dalmatiner-Dame Gretchen, die Joop besonders ans Herz gewachsen war. „Sie war weise, vorausschauend, hatte diese Fähigkeit, sich wie Urmenschen an die Wissensebene anzudocken“, sagte er einmal.

Um Gretchen Gesellschaft zu bieten, holte Joop Lottchen in die sanierte Villa „Wunderkind“ am Heiligen See in Potsdam. Nachdem die Dalmatiner-Dame im vergangenen Jahr mit 13 Jahren gestorben war, blieb Lottchen alleine zurück – und genoss seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit.

 Hunde begleiten ihre bekannten Herrchen und Frauchen bisweilen so eng durch die Öffentlichkeit, dass sie – wie eben bei Wolfgang Joops Hündin Lottchen – selbst Promi-Status erreichen. Weitere Beispiele:

Daisy und Rudolph Moshammer: Der exzentrische Modeschöpfer war selten ohne die Yorkshire-Terrierdame zu sehen. Herausgeputzt mit Schleifchen wurde Daisy vom Herrchen zu Auftritten getragen. Die Hündin durfte 2005 sogar bei der Beerdigung des Ermordeten ausnahmsweise mit auf den Friedhof. Der Kult um Daisy endete nicht mit Moshammers Tod: 2011 wurde dessen gesprochenes Liebeslied „Mein Hund Daisy ist so crazy“ veröffentlicht.

Choupette und Karl Lagerfeld: Der Modezar bietet seinem Kätzchen ein Leben in Luxus: Es speist von silbernen Tellern und spielt mit Würfelchen aus Nerz-Fell. Karl lässt Choupette sogar in sein Bett – allerdings nur an das Fußende, wie er einschränkt. Das Tier steht selbst Pate für eine Kosmetik-Kollektion.

Balthasar und Margrethe von Dänemark: Die Königin und Prinz Henrik eint eine starke Zuneigung zu Dackeln. Unter ihren vielen kurzbeinigen Begleitern wurde besonders „Reichshund Balthasar“ zur Legende. Der Prinz ehrte den auf dem royalen Dackel-Friedhof im Schlosspark Fredensborg ruhenden Hund (Henrik: „Eine große Persönlichkeit“) sogar mit dem Liebesgedicht „A mon teckel“ (An meinen Dackel).

Margrethe II. begründete ihre Dackel-Begeisterung prosaischer: „Sie nehmen nicht viel Platz weg, und man bekommt sozusagen einen kompletten Hund in der Größe eines halben Hundes.“

Pistol, Boo und Johnny Depp: Um den Yorkshire Terriern die Quarantäne bei der Einreise nach Australien zu ersparen, riskierte der Hollywoodstar eine hohe Geldstrafe oder sogar Gefängnis. Depp hatte im Mai die strengen Bestimmungen des Landes ignoriert und die Hunde an Bord seines Jets mitgenommen. Die Behörden setzten ihm ein Ultimatum: entweder Pistol und Boo werden außer Landes gebracht oder eingeschläfert. Depp zog den Rückflug in die USA vor und wartet nun auf das Nachspiel.

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