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Miriam Stein : „Ich reise gerne in der Zeit“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Miriam Stein, Jungstar aus „Unsere Mütter, unsere Väter“, spielt in der neuen „Borgia“-Staffel Johanna von Kastilien

Mehr als sieben Millionen Zuschauer verfolgten 2013 den ZDF-Mehrteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ über die Erlebnisse einer jungen Clique im Zweiten Weltkrieg. Die Miniserie ist einer der größten Exporthits des deutschen Fernsehens. Einer der Hauptdarsteller ist Miriam Stein. Dennoch erkennt in Berlin kaum einer die 25-Jährige auf der Straße. Und sie ist darüber heilfroh, erzählt sie Christof Bock im Interview.

 

Sie haben in „Unsere Mütter, unsere Väter“ eine prominente Rolle gespielt: Charlotte, die sich als Krankenschwester an die Front meldet. Der Mehrteiler war ein internationaler Erfolg und wurde in mehr als 80 Länder verkauft. Hat das Ihr Leben verändert?

Miriam Stein: Interessanterweise werde ich auf der Straße eigentlich nicht erkannt. Kurz nach der Ausstrahlung sprachen einen die Leute darauf an oder gratulierten einem. Dann kommt jemand auf einen zu und sagt: „Kennen wir uns vom Spielplatz?“ Und man sagt: „Äh, nein?!“ Und dann kann man erraten, dass die Leute irgendwie das Gesicht kennen. Aber ich glaube, das ist schwierig im Alltag einzuordnen. Ich finde es schön, nicht ständig erkannt zu werden. Aber klar freut man sich über ein Kompliment.

Sind Sie mit Rollenangeboten überschüttet worden? Um ehrlich zu sein: nein. Ich kriege genug Drehbücher. Ich sage auch ab und zu was ab, was mir nicht gefällt oder wo ich das Gefühl habe, das wird nicht gut. Aber es ist jetzt nicht so, dass ich viele Drehbücher parallel lesen muss. Es ist genau richtig.

Sie machen in historischen Kostümen eine sehr gute Figur. Es ist jetzt Ihre dritte größere Rolle in einem Historienfilm. Haben Sie manchmal die Sorge, dass Sie auf solche Filme abonniert werden könnten?

Mich stört es nicht, historisch zu drehen. Es waren ja immer unterschiedliche Epochen. Ich reise gerne in der Zeit. Und allein die Ausstattung und das Kostüm, das man trägt, helfen einem ungemein, eine Rolle zu spielen und zu finden, sodass ich das immer als Geschenk empfinde. Mein nächster Traum wäre es, in einem Boogie-Woogie-Tanzfilm zu spielen.

Was hat Sie an „Borgia“ gereizt?

Am allermeisten die Figur der Johanna. Wann kriegt man schon mal die Chance, eine derart starke Frau in einer Machtposition zu spielen, die aber große Verletzungen erlitten und dadurch leicht ihren Bezug zur Realität verloren hat? Gerade als junge Schauspielerin ist man oft das „Objekt der Begierde“. Es reizte mich sehr, so eine vielschichtige Person zu spielen.

 

 

 

 

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erstellt am 15.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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