Trump-Nachfolge : Hollywood-Star „The Rock“ als US-Präsident?

Dwayne Johnson in der Filmversion des „Baywatch“-Serie
Dwayne Johnson in der Filmversion des „Baywatch“-Serie

Dwayne Johnson bringt sich für 2020 als Trump-Nachfolger ins Gespräch. Auch Rapper haben Ambitionen.

svz.de von
26. Mai 2017, 20:45 Uhr

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Kaum ist Donald Trump, der so ganz ohne politische Erfahrung ins Weiße Haus einzog, vier Monate im Oval Office und derzeit auf seiner ersten Auslandsreise unterwegs, erleben die USA eine kuriose, aber auch durchaus reale Debatte: Welch ebenso unpolitischer Prominenter könnte 2020 gegen ihn antreten, sollte er bis dahin noch im Amt sein? Denn nichts scheint unmöglich in einem Land, in dem einst Ronald Reagan und Trump zu Präsidenten und den Ex-Bodybuilder und Actionfilm-Helden Arnold Schwarzenegger zum Gouverneur von Kalifornien wurden.

So haben sich in der letzten Zeit gleich mehrere mögliche Kandidaten durch Andeutungen ins Spiel gebracht: Die Rapper Jay Z und Kanye West, beflügelt offenbar auch durch das Beispiel Barack Obama, dessen Qualifikation als Präsident bei der Kandidatur vor allem aus seiner Arbeit als Sozialarbeiter in Chicagos Ghettos und wohlklingenden Reden bestand. Oder Facebook-Mitbegründer und Vorstandschef Mark Zuckerberg, der sich immer wieder auch politisch äußert.

Der jüngste Medien-Favorit: Hollywood-Star Dwayne „The Rock“ Johnson, 2016 mit rund 64 Millionen US-Dollar eine der weltweit höchstbezahltesten Film-Persönlichkeiten. In einem Interview mit dem Magazin „GQ“ erklärte der 45-Jährige, eine Kandidatur in drei Jahren sei „eine reale Möglichkeit“.

Johnson ließ sich im Wahlkampf 2016 auf den Nominierungsparteitagen von Demokraten und Republikanern sehen, wo er – bei einer Größe von fast zwei Metern – gerne von TV-Teams wahrgenommen wurde. Seine Facebook- und Instagram-Seiten zeigen ihn als unerschütterlichen Patrioten, der aus seiner Dankbarkeit und Liebe fürs Vaterland, das Militär und die Millionen Fans keinen Hehl macht. Damit würde sich der Hüne, der sich politisch noch unabhängig nennt, problemlos als Republikaner qualifizieren. Seine Beliebtheit unter den Anhängern von knallharten Action-Streifen und des inszenierten Profi-Showringkampfs Wrestling (wo er sich den Spitznamen „The Rock“ – „Der Felsen“ - erwarb) ist enorm. Das könnte ihm aus einem ganz besonderen Grund zum Vorteil gereichen: Während Trump die Wähler wie kaum ein anderer Präsident polarisiert und sich die Demokraten aufgrund der Russland-Kontakte seines Wahlkampfteams um den erwarteten Sieg gebracht fühlen, könnte sich Johnson – so sieht es die konservative Webseite NationalReview.com – als Neupolitiker profilieren, der das gespaltene Land wieder vereinen will. Er sei „patriotisch, stets gut gelaunt und witzig“, lobt ihn beispielsweise die „San Diego Union Tribune“ – und eine Persönlichkeit, die Männer und Frauen, Schwarze und Weiße sowie Jung und Alt gleichermaßen anspreche. Der einzige Nachteil könnte jedoch sein, dass Dwayne Johnson – sollte er es tatsächlich ernst meinen – sich für eine Partei entscheiden müsste.

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