Reaktionen auf Meth-Skandal : Grüne gehen auf Distanz zu Beck

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Die Drogenvorwürfe gegen den grünen Bundestagsabgeordneten sind eine Hiobsbotschaft.

svz.de von
03. März 2016, 22:00 Uhr

Erst hatte er geschwiegen. Am Tag danach macht er seinem Ärger schließlich Luft: „Es ist ja schon ein schweres Fehlverhalten“, kritisiert Winfried Kretschmann seinen Parteifreund Volker Beck. Die Drogenvorwürfe gegen den grünen Bundestagsabgeordneten sind eine Hiobsbotschaft, nicht nur für Baden-Württembergs Ministerpräsidenten, sondern für alle Wahlkämpfer der Ökopartei. Die Partei- und Fraktionsspitze distanzierte sich gestern von Beck. Nervosität und Angst machen sich breit, dass der Fall Beck negative Folgen auf die Ergebnisse der Landtagswahlen in neun Tagen haben könnte.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Polizeibeamte tags zuvor bei Beck 0,6 Gramm einer Substanz sichergestellt hatten, bei der es sich vermutlich um die harte Droge Crystal Meth handelt, nachdem dieser zuvor in der Wohnung eines Dealers in Berlin-Schöneberg gewesen sein soll.
Entsetzen, Unverständnis und Wut hinter den Kulissen bei den Grünen. Respekt für Becks Entscheidung, seine politischen Ämter niederzulegen, auch bei einigen Gegnern, aber auch Schadenfreude – und das nicht zu knapp.

Gleich nach der Meldung zum Drogenfund wurde der Hashtag #breakingBeck eingeführt, angelehnt an die erfolgreiche US-Serie "Breaking Bad", in der es um die Herstellung und den kriminellen Verkauf der harten Droge Cristal Meth geht. Innerhalb von Minuten verbreitete sich der Hashtag auf Twitter.

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