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Beach Boy Brian Wilson wird 75 : „Good Vibrations“

vom
Aus der Onlineredaktion

„Beach Boys“ feierten in den 60er-Jahren Welterfolge. Gründer und Genie der Band Brian Wilson wird 75

Seinen 75. Geburtstag heute verbringt Brian Wilson irgendwo zwischen Hawaii und Dänemark. Die Beach Boys-Legende ist auf Welttournee: Honolulu, Europa, Nordamerika. Fast 50 Shows stehen bis Mitte Oktober an, mehr als 70-mal hat Wilson bereits im vergangenen Jahr bei Auftritten Songs aus dem Beach Boys-Hitalbum „Pet Sounds“ gespielt.

„Wir treten mehr auf als je zuvor, und die Fans wollen immer noch mehr“, schreibt Wilson auf seiner Webseite. „Das war wirklich eine unglaubliche Reise bisher.“

In den frühen 60er-Jahren hatte Wilson, der als einer der großen Visionäre der Popgeschichte gilt, die Beach Boys gegründet. Ihre sonnigen Songs mit Surf-Feeling gingen schnell um die Welt und begeisterten eine ganze Generation für das kalifornische Lebensgefühl: „Fun Fun Fun“, „Good Vibrations“, „Little Deuce Coupe“, „Help Me Rhonda“ und „Surfin’ USA“. Wilson schrieb die Hits und produzierte auch fast alle der mehr als zwei Dutzend Beach-Boys-Alben. Mit „Pet Sounds“ gelang ihm 1966 nach Ansicht vieler Kritiker das „beste Popalbum des 20. Jahrhunderts“.

Sogar Paul McCartney sagte einmal, dass ihn „Pet Sounds“ zum Beatles-Meisterwerk „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ inspiriert habe.

„Wir waren jung und froh und haben uns gut gefühlt“, sagte der außerhalb seiner Musik äußerst wortkarge Wilson jüngst in einem Interview. Noch heute, ein halbes Jahrhundert später, bereite es ihm „musikalisch“ Spaß, die Songs auf der Bühne zu spielen. Aber der Musiker hat nicht nur gute Erinnerungen an die damalige Zeit, wie er jüngst in seiner Autobiografie „I am Brian Wilson“ darlegte. Besonders schwer sei es gewesen, die Zeiten aufzuschreiben, „als ich Drogen genommen habe“.

Denn der Erfolg der Beach Boys und der selbstauferlegte Konkurrenzdruck zu den Beatles machten Wilson zu schaffen. Der Musiker hatte Nervenzusammenbrüche, war süchtig nach Tabletten, nahm Haschisch, LSD, irgendwann auch Kokain, um seine Kreativität zu steigern. Gleichzeitig setzten die Ängste ein: Er fürchtete sich vor dem Meer, scheute den Strand und die Sonne. So ließ er den Sand tonnenweise in sein Wohnzimmer laden und tauchte die Füße ein, während er am Klavier neue Songs über das Surfen und die „California Girls“ schrieb. 

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