Diese Auszeichnung geht nach Jamel : Göttinger Friedespreis für Lohmeyers

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Das Ehepaar wird für ihren unerschrockenen Einsatz im Kampf gegen Neonazis in Mecklenburg-Vorpommern geehrt

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06. März 2016, 21:00 Uhr

Die Theatergruppe „Boat People Projekt“ und ein Ehepaar aus Jamel bei Wismar haben den Göttinger Friedenspreis 2016 erhalten.

Wie die Stiftung Dr. Roland Röhl am Wochenende mitteilte, wurden Birgit und Horst Lohmeyer aus Jamel für ihren unerschrockenen Einsatz im Kampf gegen Neonazis in Mecklenburg-Vorpommern geehrt. Die Eheleute veranstalten seit 2007 ein jährliches Open-Air-Rockfestival gegen Rechtsextremismus in ihrem kleinen Ort Jamel, den Neonazis als „nationalsozialistisches Musterdorf“ besiedelt haben. Die freie Göttinger Theatergruppe „Boat People Projekt“ wurde dafür ausgezeichnet, dass sie regelmäßig Flüchtlinge in ihre Aufführungen einbindet. Der mit 3000 Euro dotierte Preis wird an Menschen verliehen, die sich mit wissenschaftlicher Arbeit oder herausragendem Einsatz um den Frieden verdient gemacht haben. Der Preis erinnert an den 1997 gestorbenen Wissenschaftsjournalisten Roland Röhl, der sich mit Konflikt- und Friedensforschung befasste. In seinem Testament hatte Röhl verfügt, dass sein Nachlass für die Bildung eines Stiftungsvermögens verwendet werden soll.

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