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Jimmy Page : Gitarrengott feiert 70.

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der britische Musiker Jimmy Page ist als „Led Zeppelin“-Gründer bekannt geworden

Jimmy Page, der Mann mit den langen, wilden und mittlerweile schlohweißen Haaren, die er zum Pferdeschwanz zusammengebunden hat, gilt als einer der einflussreichsten Gitarristen und Songschreiber der Rockgeschichte. Trotz seines heutigen 70. Geburtstags bleibt der „Led Zeppelin“-Gründer ein Gitarrengott, auch wenn er sich selber nicht so sieht. „Ich bin kein Gitarrenheld“, sagte er einmal.

Page wurde 1944 im englischen Heston geboren. Mit zwölf begann er – mehr aus Zufall – Gitarre zu spielen. „Wir sind umgezogen und die Gitarre stand einfach da“, erzählte der Musiker im Dokumentarfilm „It Might Get Loud“ (2008). „Es gab jemanden an meiner Schule, der mir ein paar Griffe beibrachte.“ Das Gitarrenspielen habe er vor allem gelernt, indem er Platten hörte. Zu seinen musikalischen Einflüssen zählten Elvis Presley, aber auch Bluesgrößen wie B.B. King. Außerdem sei er mit Skiffle, einer Art Folkmusik, aufgewachsen. Als Teenager trat Page mit Bands auf.

Für kurze Zeit wandte er sich wegen einer Drüsenfiebererkrankung seiner zweiten Liebe zu, der Kunst. „Genauso wie ich Gitarre spielen wollte, wollte ich Maler werden“, so Page. Doch die Liebe zur Gitarre war stärker. In den 1960er-Jahren spielte er bei vielen Aufnahmen mit, zum Beispiel von The Who oder The Rolling Stones. Dennoch war er nur der Fachwelt bekannt.

Das änderte sich, als Page 1968 „Led Zeppelin“ gründete in der Besetzung mit Sänger Robert Plant, Bassist John Paul Jones und Schlagzeuger John Bonham. Sein Solo in „Stairway to Heaven“ gilt unter Experten als das Gitarrenstück überhaupt. Die Gruppe feierte in den 1970er-Jahren große Erfolge als Live-Band und hat bis heute mehr als 300 Millionen Platten verkauft. Das Ende der Hardrock-Pioniere kam 1980 mit dem Tod von Schlagzeuger Bonham.

2007 ging Page mit „Led Zeppelin“ nochmals auf die Bühne. Doch dem Auftaktkonzert in London folgten keine weiteren Shows. Page bleibt trotz seines 70. Geburtstags bei seinen Fans ein Gitarrengenie. So hat ihn das „Rolling Stone“ Magazin einst als Nummer drei der 100 besten Gitarristen aller Zeiten geadelt. Der Musiker selber meint, dass er die Gitarre nie wirklich gemeistert hat: „Entweder übte ich oder sie spielte mich.“ Heute spielt Page noch ab und zu, um neue Akkorde auszuprobieren. „Ich suche immer nach dem kreativen Funken.“

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erstellt am 08.Jan.2014 | 23:51 Uhr

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