Urteil : Gina-Lisa Lohfink wegen falscher Verdächtigung verurteilt

<p>Das Model Gina-Lisa Lohfink kommt heute ins Amtsgericht Tiergarten in Berlin. Ihr wird laut Gericht vorgeworfen, 2012 bewusst wahrheitswidrig eine Vergewaltigung durch zwei Männer angezeigt zu haben. </p>
Foto:
1 von 1

Das Model Gina-Lisa Lohfink kommt heute ins Amtsgericht Tiergarten in Berlin. Ihr wird laut Gericht vorgeworfen, 2012 bewusst wahrheitswidrig eine Vergewaltigung durch zwei Männer angezeigt zu haben.

Das Model Gina-Lisa Lohfink ist wegen falscher Verdächtigung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Lohfink hatte zwei Männer beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Für diesen Vorwurf sah das Amtsgericht Berlin-Tiergarten keine Anhaltspunkte.

svz.de von
22. August 2016, 12:21 Uhr

Im Prozess um eine angebliche Vergewaltigung hat das Model Gina-Lisa Lohfink eine Niederlage erlitten. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verurteilte Lohfink am Montag wegen falscher Verdächtigung zu einer Geldstrafe von 20 000 Euro. Die 29-Jährige hatte behauptet, im Juni 2012 von zwei Männern vergewaltigt worden zu sein. Dafür sah das Gericht keine Anhaltspunkte. Die Männer waren von den Vorwürfen schon früher freigesprochen worden.

Lohfinks Verteidigung hatte Freispruch für ihre Mandantin gefordert. Die Angeklagte sagte in ihrer letzten Stellungnahme unter Tränen, was die beiden Männer ihr angetan hätten, sei pervers und gemein gewesen. Sie habe den Sex nicht gewollt und auch nicht gefilmt werden wollen. Die Anklage beantragte eine Geldstrafe in Höhe von 24 000 Euro.

Staatsanwältin Corinna Gögge sagte: „Frau Lohfink ist nicht Opfer einer Sexualstraftat geworden. Sie hat gelogen und Ermittler bewusst in die Irre geführt.“ Das Gericht entschied auf 80 Tagessätze je 250 Euro als Strafe für Lohfink. Der Vorwurf gegen Lohfink habe sich bestätigt, so das Gericht. Sie habe bewusst wahrheitswidrige Tatsachen behauptet. Der Sex sei einvernehmlich gewesen, Lohfink habe allerdings signalisiert, dass sie das Filmen nicht wollte.

Der Fall hatte auch die „Nein heißt Nein“-Debatte über ein strengeres Sexualstrafrecht befeuert, das der Bundestag im Juli beschlossen hat.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen