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Julia Samoilowa : Geheimdienst prüft ESC-Sängerin

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Der ESC war immer mehr als nur ein reiner Schlagewettbewerb. Politisch brisant ist er besonders in diesem Jahr zwischen Russladn und der Ukraine.

svz.de von
erstellt am 14.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) in der Ukraine könnte auf die Sängerin des russischen Beitrags ein Auftrittsverbot zukommen.  Erst am Sonntagabend hatte der halbstaatliche russische TV-Sender Perwy Kanal in Moskau mitgeteilt, dass Julia Samoilowa (27) für den Wettbewerb in Kiew im Mai ins Rennen geschickt werde. Gestern leitete der ukrainische Geheimdienst prompt die Überprüfung eines früheren Auftritts der 27-Jährigen auf der Krim ein. Die im Rollstuhl sitzende Sängerin ist im Juni 2015 in der Stadt Kertsch auf der ukrainischen Halbinsel aufgetreten, die von Russland im Jahr 2014 annektiert worden war. Reisen auf die Krim über Russland sind seit der Annexion von ukrainischer Seite verboten und werden mit einer mehrjährigen Einreisesperre geahndet.

Sollte Samoilowa nicht über das ukrainische Festland eingereist sein, könnte dies eine Teilnahme beim ESC verhindern. 2016 siegte die Krimtatarin Jamala mit  „1944“ für die Ukraine. Das ESC-Finale in Kiew findet am 13. Mai statt.

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