Janosch wird 85 : Geburtstag im Paradies

Illustrator und Geschichtenerzähler Janosch
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Illustrator und Geschichtenerzähler Janosch

Janoschs Kinderbücher sind lustig, tröstlich, wunderschön. Auf Teneriffa feiert er heute seinen 85. Geburtstag

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11. März 2016, 08:00 Uhr

Tiger, Bär und Tigerente haben Janosch berühmt gemacht. Vor mehr als 35 Jahren tauchten sie in seinem Kinderbuch „Oh wie schön ist Panama“ auf. Seitdem zählt die Geschichte, wie die Freunde das Paradies suchen, zu den Klassikern der Kinderliteratur.

Die von Janosch liebevoll gezeichneten Figuren wurden zur Marke, die bis heute auf Tassen, Socken oder Schnullern prangt. Ihr Schöpfer hat sich von dem ganzen Rummel zurückgezogen. Seit mehr als 30 Jahren lebt er auf der Kanareninsel Teneriffa. Die Reise dorthin zählt der Künstler und Schriftsteller zu den schönsten Erlebnissen. Anlässlich seines 85. Geburtstages, den er heute feiert, sprach Cordula Dieckmann mit dem Geschichtenerzähler, dessen mehr als 300 Bücher in 40 Sprachen übersetzt wurden.

Sie leben ja schon lange auf Teneriffa – was gefällt Ihnen dort besonders gut?

Janosch: Die weite Sicht auf das Meer, und es regnet nie. Und Schnee gibt es auch nicht.

Wie verbringen Sie dort Ihre Zeit? Vielleicht mit Malen, Schreiben oder Spazieren- gehen?

Mit Essen, und ich trinke diesen Wein. Und ich pflanze im Garten Kartoffeln zum Beispiel.

Kinder, aber auch Erwachsene lieben Ihre Bücher. Bekommen Sie noch manchmal Post von Ihren Lesern?

Sehr selten, es gibt auch sowieso keinen Briefträger hier in der Einsamkeit.

Wie kamen Sie darauf, Geschichten rund um einen Bären und einen kleinen Tiger zu erfinden und zu illustrieren?

Gott schenkte mir den Befehl, einen kleinen Tiger und den anderen zu erfinden. Damit ich nicht arbeiten muss. Ich bekam einst Geld dafür. Die Welt darin ist nicht immer friedlich und schön, aber der Tiger und der kleine Bär schaffen es, mit Humor und schlauen Ideen alles wieder in Ordnung zu bringen. Das ist ein kleines Paradies.

Welche Rolle spielen Friede und Ordnung für Sie?

Friede, JA. Ist wunderbar. Ordnung brauche ich nicht. Alles liegt auf dem Tisch und ist leicht zu finden. Was ich nicht finden muss, liegt hinter dem Haus zum Beispiel.

Ihre Figuren gibt es mittlerweile in unendlich vielen Formen zu kaufen – auf Tassen, auf Socken, auf Schnullern. Wie stehen Sie dazu und haben Sie damit gerechnet, dass das so ein Erfolg werden würde?

Ich habe damit gerechnet, klar. Aber ich habe nichts damit zu tun, ich sehe das auch nicht, ist zu weit weg. Das ist eine andere Baustelle.

Wenn Sie auf Ihr Leben zurückblicken, was war das Schönste bislang?

Die Reise nach hier.

Wie feiern Sie Ihren Geburtstag?

Ein Fisch wird gebraten. Und Wein wird getrunken. Und ein wenig Gesang wird sein sollen. Zum Beispiel Geigenmusik müsste dann im Radio sein.

Und Ihr größter Geburtstagswunsch?

Dass ich hier ewig so sitzen kann und die Sintflut erst kommt, wenn ich ganz weg bin. Also NACH meiner Himmelfahrt.

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