zur Navigation springen

Bühnenjubiläum von Otto Walkes : Geboren, um zu blödeln

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das ZDF feiert heute Abend Otto Waalkes und dessen 50. Bühnenjubiläum mit einer großen Show

svz.de von
erstellt am 30.Dez.2015 | 08:00 Uhr

Otto Waalkes hat in der Fernsehshow, die heute Abend im ZDF zu seinen Ehren läuft, einen Platz in der ersten Reihe. Vor seinen Augen blödeln sich Komiker, Schauspieler und Musiker durch ein halbes Jahrhundert. Sie würdigen Otto, den beliebten Komiker und Ostfriesen, zu dessen 50. Bühnenjubiläum. Und Otto macht munter mit.

Die Show „Otto – Geboren, um zu blödeln“ wird von Johannes B. Kerner moderiert. Aufgezeichnet wurde sie Anfang Juli im badischen Offenburg. Sie läuft auch im österreichischen und im Schweizer Fernsehen. Im ZDF ausgestrahlt werden sollte die Blödel-Show ursprünglich im November. Doch nach den Terroranschlägen von Paris, die sich wenige Stunden zuvor ereignet hatten, wurde sie verschoben.

„Ich habe den Eindruck, dass ich hierfür selbst Eintritt zahlen müsste“, sagt Otto zu Beginn der zweieinhalb Stunden dauernden Show. Was ihn erwartet, weiß der 67-Jährige nicht. Es ist eine Tribute-Gala mit prominenter Besetzung. Und mit so mancher Überraschung für die Hauptperson des Abends und die Zuschauer. Mit den 50 Otto-Jahren, auf die das ZDF zurückblickt, werden Erinnerungen wach. „Comedystars und Wegbegleiter verneigen sich vor Otto“, sagt Moderator Kerner. Das Konzept: In der Show treten namhafte deutsche Künstler auf. Ottos bekannteste Sketche werden von ihnen neu interpretiert. Auch Otto ist aktiv und geht auf die Bühne. Und holt die Lacher routiniert auf seine Seite. Der Entertainer, der im November in Berlin mit einem Bambi als bester Komiker ausgezeichnet wurde, ist in seinem Element. „Es ist das große Comedy-Treffen des Jahres“, sagt Kerner. Otto Waalkes nennt er den „Alleinunterhalter der Nation“. Ganze Generationen habe er mit seinen Sketchen, Büchern, Bühnenprogrammen, Fernsehsendungen und Filmen unterhalten. Vielen heutigen Comedians habe er die Tür aufgestoßen. „Wir müssen uns um den Humorstandort Deutschland keine Sorgen machen“, so Kerner über seine Gäste.

„Dieser Mann hat es geschafft, uns alle zum Lachen zu bringen“, sagt Berufskollege Michael „Bully“ Herbig, der in der Show dabei ist. Auch Bülent Ceylan, Jürgen von der Lippe, Karl Dall und Ralf Schmitz sind da. Ebenso treten u.a. Guido Cantz, Sascha Grammel, Max Giermann, Wigald Boning, Willy Astor, Marco Rima und Martin Schneider auf. Auch Schauspielerin Cosma Shiva Hagen ist dabei sowie, zu dessen großer Verwunderung, Ottos erste Freundin aus Studienzeiten.

Mit den damals noch unbekannten Musikern Marius Müller-Westernhagen und Udo Lindenberg lebte Waalkes zu Beginn seiner Karriere in Hamburg in einer Wohngemeinschaft. Die abendlichen Musik-Auftritte in Hamburger Kneipen brachten keinen Erfolg. Erst als Otto zu den Musikern auf die Bühne stieg und Faxen machte, änderte sich das.

„Otto ist ein tiefgründiger, hochintelligenter und wunderbarer Mensch“, erklärt Müller-Westernhagen, der ebenfalls in der Show ist: „Uns verbindet eine Freundschaft fürs Leben.“ Dass Erinnerungen noch da sind, sei nicht selbstverständlich, meint der 66-Jährige: „Es ist ein Wunder, dass sich überhaupt noch jemand von uns an die Zeit erinnert – bei so viel Alkohol, wie damals geflossen ist.“

Otto selbst gibt der Sendung ihren Charme. So rockt er gemeinsam mit dem Österreicher Wolfgang Ambros dessen Kult-Hit „Schifoan“. Er macht Stimmung mit seiner Band, den „Friesenjungs“, und zeigt als Zeichner und Maler seine vergleichsweise unbekannte Seite. Für Musik sorgen auch die Spider Murphy Gang, die Erste Allgemeine Verunsicherung, Thomas Anders sowie – nach Jahren der TV-Abstinenz – der Sänger Ingo Insterburg („Ich liebte ein Mädchen“). „Ich bin gerührt“, sagt Otto Waalkes am Ende der Show. Abschied nimmt er mit der ZDF-Gala nicht. Als Komiker und Unterhalter plane er auch die nächsten Jahre: „In Rente gehe ich so schnell nicht.“ Schon im nächsten Jahr startet seine neue Tournee.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen