Einschaltquoten : Fußball vorn - Mäßiges Interesse am «Fünfkampf»

Die Teilnehmer beim «Fünfkampf»: Sahra Wagenknecht (l-r), Cem Özdemir, Joachim Hermann, Christian Lindner und Alice Weidel.   WDR/Herby Sachs
Die Teilnehmer beim «Fünfkampf»: Sahra Wagenknecht (l-r), Cem Özdemir, Joachim Hermann, Christian Lindner und Alice Weidel.   WDR/Herby Sachs

In Stuttgart siegt die deutsche Mannschaft klar gegen Norwegen. Nichts interessiert die Fernsehzuschauer mehr. Die Polit-Debatte im Ersten hat deutlich weniger Zuschauer. Die übrige TV-Konkurrenz hat es noch schwerer.

svz.de von
05. September 2017, 13:51 Uhr

Klarer Sieg für das deutsche Team und für den Fußball: Die deutsche Nationalelf ließ seinem Gegner Norwegen am Montagabend in Stuttgart keine Chance und ist nach dem 6:0-Sieg nur noch einen Punkt von der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland entfernt.

Im TV brachte die Live-Übertragung RTL die besten Quoten des Tages: Ab 20.45 Uhr verfolgten im Schnitt 8,18 Millionen Zuschauer das Spiel, der Marktanteil lag bei 25,6 Prozent. In der zweiten Halbzeit ab 21.45 Uhr waren es sogar 8,79 Millionen (30,8 Prozent).

Das große Interesse am Fußball machte es der Politik schwer: Für den «Fünfkampf» gab es keinen Rekordwert. Viele Zuschauer fanden die Debatte im Ersten mit Vertretern der kleineren Parteien zwar interessanter und abwechslungsreicher als das TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Herausforderer Martin Schulz (SPD) am Abend davor. Die Einschaltquote war allerdings mäßig: Im Schnitt 4,49 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 14,5 Prozent) verfolgten die Sendung ab 20.15 Uhr, die von Sonia Mikich und Christian Nitsche moderiert wurde, den Chefredakteuren des Westdeutschen und des Bayerischen Rundfunks. Beim einzigen TV-Duell der beiden Konkurrenten um das Kanzleramt am Sonntag waren es rund 16,23 Millionen Zuschauer gewesen.

Diesmal waren Joachim Herrmann (CSU), Christian Lindner (FDP), Sahra Wagenknecht (Linke), Cem Özdemir (Grüne) und Alice Weidel (AfD) eingeladen. Sie lieferten sich zur besten Sendezeit einen lebhaften Schlagabtausch zu Themen wie Flüchtlingspolitik, Steuern, Rente und Bildungspolitik. Die «Tagesschau» direkt vor dem «Fünfkampf» kam allein im Ersten auf 5,26 Millionen Zuschauer (19,4 Prozent), in allen Programmen zusammen waren es sogar 9,96 Millionen (36,8 Prozent). Die Talksendung «Hart aber fair» mit Frank Plasberg im Anschluss an die Debatte hatte 3,78 Millionen Zuschauer (12,9 Prozent).

Im ZDF lief ab 20.15 Uhr eine Wiederholung des Krimis «Nord Nord Mord: Clüver und der tote Koch» mit Robert Atzorn in der Hauptrolle. Das interessierte 3,92 Millionen Zuschauer (12,5 Prozent). Sat.1 erreichte 2,07 Millionen Zuschauer (6,8 Prozent) mit seiner Krimiserie «Navy CIS».

ProSieben kam mit den beiden Folgen der Sitcom «The Big Bang Theory» auf 1,60 Millionen (5,4 Prozent) und 1,41 Millionen Zuschauer (4,5 Prozent). Auf ZDFneo verfolgten 1,35 Millionen (4,3 Prozent) die Krimireihe «Inspector Barnaby». Der Actionthriller «Demolition Man» auf Kabel eins hatte ab 20.15 Uhr 1,29 Millionen Zuschauer (3,8 Prozent).

Die beiden Folgen der Auswandererdokusoap «Good-bye Deutschland» auf Vox erreichten 1,06 Millionen (3,5 Prozent) und 1,13 Millionen (4,3 Prozent), die RTL-II-Show «The Big 50 - Momente, die die Welt bewegten» schaffte 0,74 Millionen (2,6 Prozent).

Im Schnitt liegt das ZDF seit Jahresbeginn unter den deutschen Fernsehsendern mit einem Marktanteil von 13,0 Prozent vorn. Es folgt das Erste mit 11,3 Prozent vor dem privaten Marktführer RTL mit 9,3 Prozent. Dahinter kommen Sat.1 (6,7 Prozent), Vox (5,1 Prozent), ProSieben (4,5 Prozent), Kabel eins (3,4 Prozent), RTL II (3,2 Prozent), ZDFneo (2,8 Prozent) und Super RTL (1,7 Prozent).

"Fünfkampf" im Ersten

Fußball auf RTL

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