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Erste Deutsche im All: Sechs Frauen im Casting-Finale

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erstellt am 01.Mär.2017 | 20:45 Uhr

 Bei der Suche nach der ersten deutschen Astronautin haben es sechs Wissenschaftlerinnen in die Endrunde einer privaten Initiative geschafft. Sie setzten sich im medizinisch-psychologischen Auswahlverfahren des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt gegen 80  Bewerberinnen durch, wie  die Initiative „Die Astronautin“ gestern  mitteilte.

Ziel ist es,  die erste deutsche Frau für einen Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS zu trainieren.

<p>Die sechs Finalistinnen für eine Ausbildung zur ersten deutschen Astonautin stellen sich am 01.03.2017 im Raumfahrtstandort von Airbus Defence & Space in Bremen vor. Zwei der sechs letzten Bewerberinnen sollen am 19. April für die Ausbildung ausgewählt werden. Die Finalistinnen auf der Bühne: Nicola Baumann (l-r), Magdalena Pree, Lisa Marie Haas, Suzanna Randall, Susanne Peters und Insa Thiele-Eich. </p>

Die sechs Finalistinnen für eine Ausbildung zur ersten deutschen Astonautin stellen sich am 01.03.2017 im Raumfahrtstandort von Airbus Defence & Space in Bremen vor. Zwei der sechs letzten Bewerberinnen sollen am 19. April für die Ausbildung ausgewählt werden. Die Finalistinnen auf der Bühne: Nicola Baumann (l-r), Magdalena Pree, Lisa Marie Haas, Suzanna Randall, Susanne Peters und Insa Thiele-Eich.

Foto: Ingo Wagner
 

NICOLA BAUMANN

Die geborene Münchnerin, Jahrgang 1985, ist Eurofighter-Pilotin bei der Bundeswehr. Seit ihrer Ausbildung zur Kampfflugzeugpilotin in den USA sind Geschwindigkeiten von mehr als 2000 Stundenkilometern und Überschläge in der Luft für sie Alltag.

Ihr Traum aber bleibt eine Karriere in der Raumfahrt. Sie  hat  zusätzlich ein Fernstudium in Maschinenbau aufgenommen.  Baumann ist verheiratet und lebt in Köln. Zu ihren Hobbys gehören Skifahren, Kitesurfen und Tauchen.

MAGDALENA PREE

Die 28-jährige Luft- und Raumfahrttechnikerin hat schon über die ISS geforscht. Ihre Abschlussarbeit an der Technischen Universität München schrieb sie über Raumanzüge und Außenbordeinsätze. Heute arbeitet sie im Galileo Satelliten-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen, das zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt  gehört.

LISA MARIE HAAS

Die Entwicklungsingenieurin aus Nürtingen (Baden-Württemberg), Jahrgang 1983, ist promovierte Physikerin. Beim Unternehmen Robert Bosch in Reutlingen ist sie auf Sensor-Technik spezialisiert. Zum Beispiel darauf, dass sich das Display bei Handys automatisch mitdreht. Haas ist verheiratet, hat zwei kleine Söhne und lebt in Bempflingen.

SUZANNA RANDALL

Die Astrophysikerin, Jahrgang 1979, ist dem Himmel ganz nah. Die gebürtige Kölnerin forscht über die Entwicklung von Sternen. Sie arbeitet an der Europäischen Südsternwarte in Garching bei München und auch für Alma, eines der größten Radioteleskope der Welt in Chile. Randall studierte in England und Kanada und lebt heute in München. Ihre Hobbys reichen von Gleitschirmfliegen bis zur Musik – sie spielt Klavier und singt im Chor.

SUSANNE PETERS

 Bei der promovierten Raumfahrttechnikerin Susanne Peters, Jahrgang 1985, hingen Planetenposter schon im Kinderzimmer. Die gebürtige Potsdamerin arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Bundeswehr in München. Im Moment beschäftigt sie sich damit, wie man Weltraummüll wieder loswird.

INSA THIELE-EICH

Die Meteorologin, Jahrgang 1983, ist Grundlagenforscherin für Wetter- und Klimavorhersagen. Ihre Doktorarbeit schrieb die gebürtige Heidelbergerin über die Auswirkungen des Klimawandels auf Bangladesch. Sie arbeitet heute für das Meteorologische Institut der Universität Bonn. Insa Thiele-Eich ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt in Königswinter bei Bonn.

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