Leute : Er ist ein echter Siemens

Laura Orthmann und Viviane Wilke zusammen mit Dr. Ruprecht von Siemens.
Laura Orthmann und Viviane Wilke zusammen mit Dr. Ruprecht von Siemens.

Gespräch mit dem Urenkel von Werner von Siemens. Er sagt: Erfolgreich kann nur der sein, der offen bleibt.

svz.de von
11. Mai 2017, 20:45 Uhr

„10 Jahre KiZ“ – anlässlich des Jubiläums unserer Kinder-Zeitung lassen wir heute diejenigen zu Wort kommen, um die es geht: Kinder und Jugendliche. Auf jeder Seite der Printausgabe vom Freitag schreiben Mädchen und Jungen über ein Thema, das sie bewegt. Mit dabei: die Redaktion der Schülerzeitung „Knuutsch“ der Schweriner Werner-von-Siemens-Schule, die gerade als beste Schülerzeitung von Regionalschulen in MV ausgezeichnet wurde. Die jungen Reporter haben in unserer Redaktion mitgearbeitet.

Wie aufregend das ist: einen Menschen kennenzulernen, dessen Vorfahre unserer Schule den Namen gab. Wir trafen den 85 Jahre alten Urenkel des berühmten Werner von Siemens, Dr. Ruprecht von Siemens. Nervös waren wir und voller Spannung. Als erstes wollten wir wissen, wie es ist, einen so berühmten Urgroßvater zu haben. „Das ist immer so ein zweischneidiges Schwert, weil man da an einer so großen Persönlichkeit gemessen wird, und dann überlegt man sich, wie weit kann ich mich da neben so einem Namen behaupten“, sagte er. Dann erzählte er, dass es wohl auch für ihn komisch gewesen wäre: als 15-Jähriger, so wie wir, einem von Siemens gegenüber zu sitzen. Er hat nämlich seinen Urgroßvater nie kennengelernt. Dann erzählte er von der Familiengeschichte: Die Siemensfamilie stammt aus Goslar. Und dass „echte“ Siemens-Nachkommen ihre Söhne nicht Werner nennen, sondern nur entfernte Verwandte, weil sie die Zugehörigkeit offen anzeigen wollen. Die echten Siemens täten das, wenn überhaupt, nur im Doppelnamen.

Er erinnert sich zurück, wie komisch das manchmal war mit dem berühmten Großvater. Als kleiner Bub, erzählt er, war er öfter an der Preußischen Akademie in Berlin, dort wurden Vortrage über seinen berühmten Urgroßvater gehalten. Ihm sei bewusst geworden, wie besonders das war. Wir bemerkten, dass er doch irgendwie, trotz aller Bescheidenheit, stolz auf seinen Urgroßvater ist. Kein Wunder: der Strom für uns alle, die elektrischen Straßenbahnen und Aufzüge.

Zum Schluss wollen wir wissen, was er ihn fragen würde, wenn er die Chance hätte, Werner von Siemens zu treffen. „Eher ein Gespräch“ statt einer Frage. Er gibt uns auf den Weg: Erfolgreich kann nur der sein, der offen bleibt.
 

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