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Internationale Filmfestspiele Berlin : Die Skandale der Berlinale

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die 67-jährige Geschichte der Berlinale war immer auch reich an Skandalen, Skandälchen und Aufregern.

Mit der Weltpremiere des Künstlerporträts „Django“ begann gestern Abend die 67. Berlinale. Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin werden elf Tage lang rund 400 Filme aus aller Welt gezeigt. Stars wie Richard Gere, Penélope Cruz, Robert Pattinson, Hugh Jackman und Catherine Deneuve sind angekündigt.

Die 67-jährige Geschichte der Berlinale war immer auch reich an Skandalen, Skandälchen und Aufregern. Eine Auswahl:

1961: Der Festivaljahrgang geht als „Busen-Berlinale“ in die Geschichte der Internationalen Filmfestspiele ein. Die Protagonistin: Hollywoodstar Jayne Mansfield. Der Schauspielerin platzt vor versammelter Fotografenschar auf einer wilden Party das Kleid.

1970: Erstmals in der Berlinale-Geschichte wird der Wettbewerb abgebrochen. Auslöser ist der Film „o.k.“ des deutschen Regisseurs Michael Verhoeven über die Vergewaltigung eines Mädchens durch US-Soldaten.

1976: Die Polizei beschlagnahmt den japanischen Film „Im Reich der Sinne“ wegen Pornografie-Verdachts. Unter einem Tarn-Titel wird der Film in einer heimlichen Vorführung dennoch gezeigt.

1979: Die sozialistischen Staaten verlassen protestierend das Festival. Grund ist der US-Vietnam-Kriegsfilm „The Deer Hunter – Die durch die Hölle gehen“ mit Robert De Niro. Die Ostblockdelegationen sehen das vietnamesische Volk beleidigt.

1986: Jury-Präsidentin Gina Lollobrigida versucht vergeblich, die Auszeichnung des RAF-Films „Stammheim“ von Reinhard Hauff mit dem Goldenen Bären zu verhindern, den sie als „lousy film“ – miesen Film – bezeichnet.

2001: Mit der Verleihung des Goldenen Bären an das provozierende Erotik-Drama „Intimacy“ des Franzosen Patrice Chéreau beweist die Jury Mut. Wegen seiner Sex-Szenen ist der Film umstritten. Festivalchef Moritz de Hadeln kontert: „Die Berlinale ist nicht der Vatikan.“

2005: Die chinesische Schauspielerin Bai Ling sorgt mit ihren selbstbewussten Auftritten in freizügigen Kleidern auf dem roten Teppich für Aufsehen und bekommt dafür den Namen „Berlinackte“ verpasst.

2014: Bei der Premiere von „Nymphomaniac Volume 1“ erscheint der Schauspieler Shia LaBeouf mit Papiertüte auf dem Kopf.

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