Der Borowski-Tatort : Die Neue mischt alle auf

Die neue Kollegin: Mila Sahin (Almila Bagriacik) an der Seite von Borowski (Axel Milberg) bei Schladitz (Thomas Kügel/r.)
Die neue Kollegin: Mila Sahin (Almila Bagriacik) an der Seite von Borowski (Axel Milberg) bei Schladitz (Thomas Kügel/r.)

Zwei Männer, eine Liebe – keine Leiche

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03. September 2018, 05:00 Uhr

Na, das war dann wohl etwas zuviel Spuk und Grusel, gestern Abend. Seltsames Gepfeife, irre Lichter, aufgeschlitzte Betten und – ein Monster, eingewickelt in Plastikfolie. Da musste selbst Tausendsassa Klaus Borowski fast die Waffen strecken (Axel Milberg).

Das Haus seines alten Freundes Frank Voigt (Thomas Loibl) wurde für dessen neue Flamme Anna (Caroline Schuch) zum Albtraum. Und zwischen all dem Geisterspuk war die Frage zu klären: Hatte Frank vor vier Jahren seine Frau ermordet? Die aparte Heike, die auch Klaus liebte, deren Leiche aber nie gefunden wurde? Ein bizarres Männerduell, was da ins Rollen kam.

Doch wenn es im „Tatort“ geistert, ist Skepsis angesagt. Einen Abklatsch von Hitchcocks „Rebecca“ oder Amenábars „The Others“ braucht keiner. Aber wie der Frankfurter „Tatort: Fürchte dich“ zuletzt bewies, kann das filmische Klimbim eines Geisterhauses durchaus als Stilmittel für eine mysteriöse Story funktionieren.

 

Nicht aber diesmal! Da haben sich Marco Wiersch (Buch) und Elmar Fischer (Regie) eindeutig verhoben. Denn ihr perfekt inszenierter Grusel täuschte kaum über die zähe Geschichte und die beziehungslosen Figuren hinweg. Liebes-Aus? Kaputte Familie? Unglückliche Menage-à-trois? Klar, das alles kann zum Horror ausarten. Aber doch nicht wortwörtlich, als verkappter Splatterfilm.

Einziger Lichtblick: Borowskis neue Kollegin Mila Sahin (Almila Bagriacik), die die Ermittlungen und das Kripo-Team (u.a. Thomas Kügel) mit ihrem ungebremsten Naturell gleich mal aufmischte. Um die nächsten „Borowski“-Fälle muss uns also nicht bang sein.

„Tatort – Borowski und das Haus der Geister“, gestern, ARD

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