Darwin-Award : Der Beweis: Männer sind Idioten

Charles Darwin
Charles Darwin

„British Medical Journal“ präsentiert Forschung mit skurriler oder lustiger Note

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12. Dezember 2014, 12:00 Uhr

Männer sind Idioten und machen idiotische Sachen. Wer das bisher nur im Stillen gedacht hat, darf sich jetzt wissenschaftlicher Unterstützung erfreuen. Britische Wissenschaftler haben errechnet, dass der überwiegende Teil der Darwin-Award-Träger männlich ist. Dieser Preis wird – meist posthum – an Menschen vergeben, die sich auf besonders dumme Weise versehentlich selbst eliminiert haben. Ihre Studie stütze die „Theorie von den männlichen Idioten“, schreiben die Forscher um John Dudley Isaacs, Direktor des Institute of Cellular Medicine in Newcastle (Großbritannien) im angesehenen „British Medical Journal“. Der Darwin Award wird seit 1994 vergeben. Sein Name bezieht sich auf Charles Darwin, den Vater der Evolutionstheorie.

Zu den Nominierten gehört zum Beispiel ein Dieb, der ein Stahlseil aus einem Aufzugsschacht stehlen wollte. Leider hatte er beim Abmontieren nicht berücksichtigt, dass er noch im Lift stand – und rauschte in den Tod. Oder der Terrorist, der eine Briefbombe mit zu geringem Porto verschickte und den Brief nach der Rücksendung – warum auch immer – öffnete.

Die Wissenschaftler um Isaacs hatten sich alle für den Darwin Award Nominierten von 1995 bis 2014 angeschaut. 332 der beschriebenen Fälle waren unabhängig begutachtet und bestätigt worden. 14 Nominierungen gingen an Männer und Frauen gleichzeitig – meist Paare, denen sexuelle Abenteuerlust zum Verhängnis geworden war. Sie schieden aus der Untersuchung aus. Von den verbleibenden 318 Fällen betrafen 282 Männer und nur 36 Frauen. Der Unterschied sei statistisch hoch signifikant, schreiben die Forscher.

Ihre Ergebnisse deckten sich mit der „Theorie von den männlichen Idioten“. Diese besage, dass der Grund für die erhöhte Risikobereitschaft von Männern, ihre höhere Sterblichkeit bei Unfällen sowie ihre häufigere Einlieferung in Notaufnahmen ist, dass sie Idioten sind und Idioten eben idiotische Sachen machen.

Die Autoren schränken ein, dass andere Faktoren möglicherweise das Ergebnis beeinflussten. Es sei denkbar, dass Frauen einfach häufiger Männer nominierten als andersherum oder absurde Todesfälle bei Männern wohl berichtenswerter scheinen. Auch Unterschiede im Alkoholkonsum zwischen Männern und Frauen seien nicht berücksichtigt.

Dennoch sei es verwirrend, dass Männer bereit sind, derart unnötige Risiken auf sich zu nehmen – als Mutprobe oder einfach, um anzugeben, schreiben die Forscher. Derweil betonen die Herausgeber des „British Medical Journal“, diese Artikel seien zwar skurril und witzig, aber durch den Peer-Review-Prozess gegangen – also von Fachkollegen beurteilt.

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