Channing Tatum : Das T-Shirt bleibt an

Kaum zu erkennen: Channing Tatum (l.) in seinem aktuellen Kinofilm „Lucky Logan“
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Kaum zu erkennen: Channing Tatum (l.) in seinem aktuellen Kinofilm „Lucky Logan“

Hollywood-Star Channing Tatum muss seinen Körper nicht mehr zeigen

svz.de von
19. September 2017, 08:00 Uhr

Channing Tatum verdiente sein Geld als Model, Stripper und Handwerker, bevor ihm der Durchbruch im Filmgeschäft gelang. Heute ist der 37-Jährige einer der gefragtesten Schauspieler in Hollywood. Bestens aufgelegt berichtet Tatum im Interview mit Philip Dethlefs von Gemeinsamkeiten seiner Filmfigur Jimmy aus „Logan Lucky“ mit seinem eigenen Leben, erzählt von der Vorbereitung mit Pizza und Bier und verrät, was er heute von körperbetonten Rollen hält.

Regisseur Steven Soderbergh hat gesagt, Sie spielen in „Logan Lucky“ eine andere Version von sich selbst.

Tatum: Ja, vielleicht. Ich habe (wie die Hauptfigur Jimmy Logan) auch American Football am College gespielt, und das auch in West Virginia. Ich hab dort ein Jahr gespielt und mich glücklicherweise nicht verletzt. Dann hatte ich genug davon. Man muss schon wirklich spielen wollen, wenn man auf diesem Level ankommt. Das ist dann nicht mehr zum Spaß. Man spielt, um sein Stipendium zu behalten. Und das wollte ich gar nicht. Ich war sowieso nicht besonders gut in der Schule. Allerdings hatte ich bis dahin mein ganzes Leben dem Football gewidmet, ein bisschen so wie Jimmy. Er war genauso, der Held vom Dorf, von dem alle dachten, dass er der große Football-Star wird, doch er hat es irgendwie verbockt.

Sie haben Ihr Glück dann aber woanders gesucht...

Ja. Ich bin wieder nach Tampa, Florida, gegangen, statt zurück nach Boone County, West Virginia, wo es keine Möglichkeiten gibt.

Ich hab Glück, dass ich nach Tampa gezogen bin. Aber ich hab früher auch Holzhäuser gebaut. Ich könnte jetzt genauso gut irgendwo in einem Schacht Erde hin- und herbewegen. Das wär auch in Ordnung.

In vielen Filmen haben Sie körperbetonte Rollen gespielt. Mittlerweile lassen Sie Ihr Shirt vor der Kamera oft an. Wollen Sie vermeiden, dass Sie auf Ihren Körper reduziert werden?

Ja, ich darf das Shirt inzwischen auch mal anbehalten. (lacht) Ich hab mein Shirt wirklich oft ausgezogen. Auch meine Hosen.

In jedem Film kommt dieser Punkt, wo ich meine Sachen ausziehen muss und mir denke: „Ich hab die Story geschrieben, warum schreib ich so einen Mist da rein? Warum tu ich mir das an?“ (lacht) Aber im Ernst: Ich mach mir keine Gedanken darüber, ob die Menschen mich als den Typen ohne T-Shirt sehen. Irgendwann kommt sowieso der Punkt, wo niemand mehr sehen will, dass ich mein Shirt ausziehe.

Im Gegensatz zu einem Film wie „Magic Mike“ muss die Vorbereitung für „Logan Lucky“ doch ganz angenehm gewesen sein, denn Sie haben jeden Abend Pizza gegessen und Bier getrunken...

Ich bereite mich immer noch vor. Ich bin wirklich engagiert bei diesem Film. (lacht) (...) Es war nicht so, dass ich zunehmen musste, ich hab einfach nur so wie Jimmy gelebt, dabei rund zwölf bis 15 Kilo zugenommen! (lacht) Eher versehentlich. Ich hab mich fürchterlich gefühlt nach den Dreharbeiten. Wird schwer, das wieder loszuwerden. Ich bin noch lange nicht wieder in Form.

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