"Tanz der Vampire" Hamburg : Blutsauger feiern im Hafen erfolgreiche Premiere

<p>Ewigkeit - die Vampire steigen aus ihren Gruften und tanzen. Foto: Stage Entertainment</p>
1 von 2

Ewigkeit - die Vampire steigen aus ihren Gruften und tanzen. Foto: Stage Entertainment

Dracula trifft Rock 'n' Roll: 20 Jahre nach der Uraufführung in Wien hat das Musical „Tanz der Vampire“ am Sonntagabend erfolgreich Premiere in Hamburg gefeiert.

svz.de von
18. September 2017, 16:08 Uhr

Die Show wird ab heute nun für insgesamt fünf Monate im Theater an der Elbe gastieren. In der Hansestadt hatten die Vampire zuletzt vor elf Jahren in der Neuen Flora (2003-2006) ihr Unwesen getrieben.

 

Neben den fulminanten Tanzszenen, zahlreichen Kostümwechseln und aufwendigen Gruselkulissen überzeugte vor allem auch Mathias Edenborn in der Rolle des Vampirgrafen von Krolock. Der gebürtige Schwede spielte sich sofort dank ungeheurer Präsenz in die Herzen nicht nur des weiblichen Publikums. Bereits in der Berliner und Stuttgarter Produktion gab Edenborn den Untoten. In Hamburg war er unter anderem in der Titelrolle des Musicals „Phantom der Oper“ sowie als Phantom in der Nachfolgeshow „Liebe stirbt nie“ zu sehen.

Hamburg ist nicht weit! Hier gleich Tickets buchen:

Ebenfalls das Zeug zu Publikumslieblingen haben die junge Sarah - gespielt von Maureen Mac Gillavry - sowie Tom van der Ven, der sich als Alfred unsterblich in die Wirtstochter verliebt. Doch vor allem muss der Assistent seinen schon recht alten Professor Abronsius immer wieder aus brenzlichen Situationen befreien - etwa kurz vorm Erfrieren oder als dieser mit der Hose am Geländer der Vampir-Gruft hängen bleibt. Abronsius selbst, Victor Petersen haucht ihm gelungen hektisch-liebenswertes Leben ein, fühlt sich in seiner Theorie von den Untoten bestätigt und glänzt vor allem durch sein  bekannt schnelles "Bücher"-Lied:

Dem Ruf Krolocks waren am Premierenabend auch zahlreiche Prominente gefolgt, von denen einige - wie Tanja Schumann - stilgerecht mit flatternden Umhängen oder Fangzähnen in das Theater an der Elbe kamen. „Vampire sind nicht nur böse - wie zum Beispiel Zombies. Sie sind auch charmant und erotisch, das zieht einfach an“, erklärte Model Micaela Schäfer ihre Faszination für die Blutsauger vor Beginn der Show. Auch Natalia Wörner, Oliver Pocher, Sarah Lombardi, Eddy Kante (Ex-Bodyguard von Udo Lindenberg) ließen sich das Musical in schauriger Kulisse und mit literweise Kunstblut nicht entgehen.

Nach ihrem Tanz in Hamburg ziehen die Vampire im kommenden Jahr nach Köln weiter, während im Hafen das fliegende Kindermädchen „Mary Poppins“ einschwebt und so das Theater gleich neben dem „König der Löwen“-Haus bezieht.

Und parallel wirft auch schon eine nächste (Deutschland-)Premiere ihren Schatten voraus: Nur ein Shuttle-Transfer über die Elbe und ein paar Gehminuten entfernt wird sich ab dem 3. Dezember das TUI Operettenhaus an der Reeperbahn in die "schrillste Schuhfabrik der Welt" verwandeln. Für die Musik und den Liedtext zeichnet hier übrigens keine Geringere als die Pop-Ikone und Songwriterin Cyndi Lauper ("Girls Just Want To Have Fun", "Time After Time", "True Colors" ...) verantwortlich. Für den Kinky-Text erhielt Lauper 2013 sogar den Tony Award, dem ein Grammy für das "beste Musical-Theater-Album" folgte.

Mehr zu "Kinky Boots" in Kürze hier auf svz.de!

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen