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Leipziger Buchmesse : Auf den Kopf stellen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vier Romane und ein Lyrikband für Leipziger Buchpreis nominiert. Buch über die Neue Rechte in der Auswahl

svz.de von
erstellt am 17.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Für den Preis der Leipziger Buchmesse sind in diesem Jahr vier Romane und ein Lyrikband in der Kategorie Belletristik nominiert. Nach Angaben der Jury geht Steffen Popp mit „118. Gedichte“ ins Rennen. Zudem werden auf der gestern veröffentlichten Shortlist Lukas Bärfuss mit „Hagard“, Brigitte Kronauer („Der Scheik von Aachen“), Anne Weber mit „Kirio“ und Natascha Wodin („Sie kam aus Mariupol“) als Kandidaten benannt.

„Gerade in der Belletristik ist es uns nicht leicht gefallen, uns auf fünf überzeugende Titel zu einigen. Aber ich glaube, dass wir eine gute Mischung gefunden haben“, sagte Jury-Vorsitzende und Literaturkritikerin Kristina Maidt-Zinke.

Die Bandbreite reicht vom Roman mit dokumentarischem Charakter bei Natascha Wodin, die dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nachspürt, bis hin zum Schweizer Schriftsteller und Dramaturg Lukas Bärfuss, der in „Hagard“ eine bedrohlich-surreal anmutende Verfolgungsjagd inszeniert. Bei Brigitte Kronauer spiele dagegen der kunstvolle Umgang mit Sprache eine große Rolle, so Maidt-Zinke. Anne Weber, die als Autorin in Paris lebt, erzählt vom Protagonisten „Kirio“, der gern auf den Händen läuft und alles auf den Kopf stellt. Mit Popps Gedichtband findet sich erneut ein Lyrikband auf der Shortlist. 2015 hatte als erster Lyriker Jan Wagner mit seinen „Regen-tonnenvariationen“ den Leipziger Buchpreis gewonnen.

Der Preis der Buchmesse wird auch in den Kategorien Übersetzung und Sachbuch/Essayistik vergeben. Mit seinem Sachbuch „Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“ knüpft Volker Weiß an das aktuelle Erstarken der Rechtspopulisten an.

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