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Krimi-Reihe : Am Wahlsonntag kein «Tatort» im Ersten

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Der 24. September steht ganz im Zeichen der Politik. «Tatort»-Fans müssen am Tag der Wahl auf Wiederholungen ausweichen.

svz.de von
erstellt am 16.Sep.2017 | 11:51 Uhr

Wer am Sonntag der Bundestagswahl um 20.15 Uhr einen neuen «Tatort» sehen will, wird enttäuscht. Das Erste, wie auch das ZDF, sendet zur besten Sendezeit die «Berliner Runde» mit Vertretern der Bundestagsparteien. Es kommt also kein neuer Sonntagskrimi.

Seit 47 Jahren gibt es die Krimireihe «Tatort», 13 Bundestagswahlsonntage fallen in diese Zeit. Lediglich zweimal gab es an einem solchen Sonntag einen neuen «Tatort» im Ersten, wie «Tatort»-Experte François Werner von «tatort-fundus.de» weiß.

Die einzigen Wahlsonntage mit frischen Krimis der beliebten Reihe fielen in die Jahre 1994 und 1987. Am 16. Oktober 1994 lief zu späterer Stunde ab 21.45 Uhr laut TV-Experte Werner ein Schweizer «Tatort» mit dem Titel «Herrenboxer» und dem Schauspieler László I. Kish als Berner Detektivwachtmeister Philipp von Burg. Am 25. Januar 1987 zeigte das Erste Programm den Fall «Die Macht des Schicksals» mit Helmut Fischer als Münchner Kriminalhauptkommissar Ludwig Lenz.

In den Jahren 2017, 2013, 2009, 2005, 2002, 1998, 1990, 1983, 1980, 1976 und 1972 stand keine «Tatort»-Erstausstrahlung im Programm.

Eine Wiederholung gab es jedoch 1998: Das Erste hat damals am Wahltag nach 23.00 Uhr den legendären «Tatort: Reifezeugnis» mit Nastassja Kinski ausgestrahlt, wie Werner sagt. Er scherzt: Vielleicht als Kommentar zur absehbaren Abwahl von Langzeit-Bundeskanzler Helmut Kohl?

Wer in diesem Jahr nicht ohne «Tatort» kann, hat übrigens wieder die Möglichkeit, Wiederholungen zu schauen: Das WDR Fernsehen zeigt um 20.15 Uhr einen alten Münster-Fall mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers: «Zwischen den Ohren» aus dem Jahr 2011.

Der ARD-Fernsehsender One (das frühere Einsfestival) hat um 21.45 Uhr einen alten Frankfurter «Tatort» mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf im Programm, den viele für einen der besten der Geschichte halten, unter anderem wegen einer hervorragenden Rolle von Matthias Schweighöfer: «Weil sie böse sind» aus dem Jahr 2010.

ARD-Seite zum «Tatort»

Tatort-Fundus

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