Auf Hochzeitsreise : Altkanzler Schröder besucht KZ-Gedenkstätte

Altbundeskanzler Gerhard Schröder und seine Frau Soyeon Kim besuchten die KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar - und werden von anderen Besuchern erkannt.
Altbundeskanzler Gerhard Schröder und seine Frau Soyeon Kim besuchten die KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar - und werden von anderen Besuchern erkannt.

Prominenter Besuch in Weimar: Altkanzler Gerhard Schröder und seine fünfte Frau sind auf Hochzeitsreise unterwegs. Dabei beschäftigen sie sich auch mit dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte.

svz.de von
10. Oktober 2018, 15:42 Uhr

Altbundeskanzler Gerhard Schröder (74) hat auf der Hochzeitsreise mit seiner fünften Frau Soyeon Kim (49) am Mittwoch die KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar besucht. In einer rund zweistündigen Führung durch das Gelände des einstigen NS-Konzentrationslagers mit Krematorium und Dauerausstellung informierten sich die Eheleute über das Lager, in das die Nationalsozialisten von 1937 bis April 1945 rund 270.000 Menschen aus ganz Europa verschleppt hatten. Das Paar hält sich seit Dienstag in Weimar auf.

Für Schröders Ehefrau sei es der erste Besuch einer Stätte der nationalsozialistischen Verbrechen gewesen, sagte ein Gedenkstättensprecher. Die Gattin des Altkanzlers habe sich sehr interessiert gezeigt. Am Haupteingang des einstigen Lagers stellten sich die prominenten Besucher auf Wunsch einer Gruppe von Polizeischülern aus Sachsen-Anhalt, die das ehemalige Lager ebenfalls besichtigten, zu einem gemeinsamen Foto auf. Auch zahlreiche andere Besucher der Gedenkstätte hätten den Ex-Kanzler sofort erkannt.

Im Laufe des Tages wollten sich die Hochzeitsreisenden, die in Weimar im Traditionshotel «Elephant» abgestiegen sind, noch das Schillerhaus in Weimar anschauen. Das Wohnhaus von Schillers Dichterkollegen Johann Wolfgang von Goethe hatten sie schon am Dienstag besichtigt. Für Schröder war es nicht die erste Weimar-Visite. Er hatte die Stadt schon während seiner Kanzlerschaft (1998-2005) besucht. Soyeon Kim war zuletzt 1991 während ihres Studiums in Ostdeutschland.

Am Donnerstag ist ein Besuch des Panorama Museums in Bad Frankenhausen mit dem überdimensionalen Bauernkriegsrundbild des Leipziger Malers Werner Tübke (1929-2004) geplant.

Schröder und Soyeon Kim hatten im Mai in Seoul geheiratet. Für Schröder ist es die fünfte, für seine Frau die zweite Ehe. Die Koreanerin trägt den Doppelnamen Schröder-Kim.

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