ZDF-Talkshow "Dunja Hayali" : "Nicht nachgehakt!": Viel Kritik an Interview mit Kapitänin Rackete

In ihrer Talkshow sprach Dunja Hayali mit dem Grünen-Chef Robert Habeck und der Seenotretterin Carola Rackete.
In ihrer Talkshow sprach Dunja Hayali mit dem Grünen-Chef Robert Habeck und der Seenotretterin Carola Rackete.

Die Auswahl der Gäste und die fehlenden kritischen Nachfragen an Seenotretterin Rackete gefielen den Zuschauern nicht.

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08. August 2019, 12:29 Uhr

Berlin | Bereits vor dem Talkshowauftritt von Kapitänin Carola Rackete am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Dunja Hayali" hat es in sozialen Medien eine rege Diskussion gegeben. Grund ist die Kombination der Gäste – neben der Seenotretterin und Flüchtlingsaktivistin Rackete stand dort auch Grünen-Chef Robert Habeck auf der Liste.

"Esoterik-Yogakreis mit Vogelgezwitscher"

Eine Reihe von Nutzern monierten diese Zusammenstellung als zu einseitig. "Habeck, Rackete und Hayali über Klimapolitik und Seenotrettung im ZDF –das klingt weniger nach politischer Talkshow als nach Esoterik-Yogakreis mit Vogelgezwitscher oder altdeutsch Ringelpiez mit Anfassen", merkte zum Beispiel ein Twitter-Nutzer namens "Boris Reitschuster" an.

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User "Juergen Schroeder" meinte: "Ausgewogenheit wäre gewesen, wenn Frau Hayali den Mut gehabt hätte in diesen Gesprächskreis Salvini, Meuthen oder zur Not sogar Amthor einzuladen. So wird Rackete wieder sagen, man müsse auch Klimaflüchtlinge aufnehmem, Habeck wird ihr beipflichten. Spannend."

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Bürger kritisieren Habeck

Die ZDF-Pressestelle stellte bei Twitter klar: "Es handelt sich um zwei getrennte Themenblöcke: Erst geht es um Klimapolitik, dann um Seenotrettung. Beide Themen werden kritisch beleuchtet." Zudem stelle sich Robert Habeck der Kritik von Bürgern, betonte der Sender.

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Auch Hayali trat ihren Kritikern entgegen: "Lustig, wie viele hier abgehen, weil #Habeck zum klima u #Rackete zur Seenotrettung kommt Vorwurf: Keine Gegenstimme! Fakt: Habeck hat drei Bürger als Gegenstimmen! Aber das ist plötzlich falsch, weil es keine Politiker sind. tja, was zählen schon Bürger".

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Nicht mal zehn Minuten mit Rackete

Obwohl es das erste Interview ist, dass Carola Rackete dem deutschen Fernsehen gibt, fällt es am Ende der Sendung sehr kurz aus. Nicht einmal zehn Minuten stellt Hayali Fragen an die deutsche Seenotretterin, die 53 Flüchtlinge – trotz Verbotes – mit der "Sea Watch 3" in den Hafen der italienischen Insel Lampedusa brachte und dafür neben großer Anerkennung auch viel Kritik bekam. Gegen sie wurde eine Geldstrafe von mehr als 16.600 Euro verhängt. Nach Angaben ihres Anwalts wurde dagegen Beschwerde eingelegt. Die Ermittlungen der italienischen Behörden laufen weiter. Ob Anklage erhoben wird, ist aber noch offen. Bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu zehn Jahren Haft.

Weiterlesen: Diese Deutsche legt sich mit Italien an, um Leben zu retten

Wenig kritische Nachfragen

Ob Sie denn Verständnis habe, dass viele Menschen ihrer Forderung, alle in lybischen Lagern festsitzende Flüchtlinge und bis zu 50 Millionen weitere Klimaflüchtlinge aufzunehmen, mit Skepsis gegenüberstehen. Racketes kurze Antwort: "Nee, eigentlich nicht." Und weiter: "Deutschland und andere europäische Staaten haben eine historische Verantwortung für die aktuelle Situation und für die Machtstrukturen, die da sind."

Der Twitter-Nutzer "Russells Teekanne" dazu: "Was sollten die paar Minütchen am Ende der Sendung mit #Rackete? Und #Hayali hat null nachgehakt!!Wir sollen also ALLE retten?Und wer rettet dann uns??"

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Und auch "Michael Höfling" ist der Meinung, dass Carola Rackete sich mehr kritischen Nachfragen hätte stellen müssen.

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Beendet wird die Sendung dann mit der Frage Hayalis, ob Rackete nochmal mit einem Schiff hinausfahren würde: "Wenn wieder ein Kapitän ausfällt, auf jeden Fall. Wir brauchen unbedingt Schiffe in der Such- und Rettungszone", so die 31-Jährige. Am Montag hatte die italienische Regierung Strafen von bis zu einer Million Euro beschlossen, wenn ein Kapitän mit einem Schiff ohne Erlaubnis in die Gewässer des Landes fährt. In solchen Fällen können die Behörden ein Schiff künftig umgehend konfiszieren.

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