Weniger Depressionen : Studie zeigt: Wer weniger Facebook nutzt, lebt gesünder

Einfach mal nicht auf Facebook surfen, kann das Wohlbefinden steigern.
Einfach mal nicht auf Facebook surfen, kann das Wohlbefinden steigern.

Eine Facebook-Pause kann das Wohlbefinden steigern. Das zeigt eine aktuelle Studie der Ruhr-Universität Bochum.

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12. März 2020, 15:19 Uhr

Bochum | Die Reduzierung der täglichen Facebook-Nutzung kann laut einer Studie der Ruhr-Universität Bochum zu einem gesünderen Lebensstil führen. Suchtartige Symptome hinsichtlich der Facebook-Nutzung gingen zurück, während das persönliche Wohlbefinden zunehme, so die in der Zeitschrift "Computers in Human Behavior" veröffentlichte Untersuchung, über die die Universität am Donnerstag berichtete.

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Weniger Facebook bedeutet gesünderen Lebensstil

Bei der Studie machten den Angaben zufolge 286 Personen mit, die Facebook jeweils täglich mindestens 25 Minuten und durchschnittlich gut eine Stunde nutzten. Die eine Probandenhälfte schränkte die Nutzung für zwei Wochen um 20 Minuten täglich ein, die andere blieb beim bisherigen Konsum. Die Studienteilnehmer mit verminderter Facebook-Nutzung bewegten sich körperlich mehr, zeigten weniger depressive Symptome als die Kontrollgruppe und rauchten darüber hinaus weniger Zigaretten, hieß es.

Totaler Verzicht nicht nötig

"Diese Effekte auf die Verbesserung des Wohlbefindens und einen gesünderen Lebensstil blieben nach der zweiwöchigen Facebook-Reduktion bis zum letzten Untersuchungszeitpunkt drei Monate nach dem Experiment erhalten", unterstrich die Psychologin und Studienleiterin Julia Brailovskaia. Um eine solche Wirkung zu erzielen, reiche es aus, sich bei Facebook zurückzunehmen. "Ein totaler Verzicht auf die Nutzung der Plattform ist dafür gar nicht nötig", so die Wissenschaftlerin.

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