Büchner-Preisträger : Schriftsteller Wilhelm Genazino ist tot

Wilhelm Genazino wurde am 22. Januar 1943 in Mannheim geobren.
Wilhelm Genazino wurde am 22. Januar 1943 in Mannheim geobren.

Bekannt war der Schriftsteller Wilhelm Genazino für seine Anti-Helden. Jetzt ist er im Alter von 75 Jahren gestorben.

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14. Dezember 2018, 16:06 Uhr

München/Frankfurt | Der Schriftsteller Wilhelm Genazino ("Wenn wir Tiere wären") ist im Alter von 75 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. Bis zum Ende seines Lebens lebte er in Frankfurt am Main. Enie eine Sprecherin des Carl Hanser Verlags bestätigte am Freitag in München seinen Tod. Genazino hinterlässt demnach eine Tochter.

Georg-Büchner-Preis 2004

Der Autor erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. So wurde er 2004 mit dem Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt geehrt und bekam 2014 die Goetheplakette der Stadt Frankfurt.

Genazino wurde am 22. Januar 1943 in Mannheim geboren und lebte als freier Autor in Frankfurt, wie der Verlag weiter mitteilte. Zunächst arbeitete er als Journalist unter anderem bei der Satire-Zeitschrift "Pardon". Später studierte er in der Stadt noch Germanistik.

Werke wurden in viele Sprachen übersetzt

Er schrieb Hörspiele, bevor er mit seiner Angestellten-Romantrilogie "Abschaffel" (1977), "Die Vernichtung der Sorgen" (1978) und "Falsche Jahre" (1979) bekannt wurde. Genazinos Werk wurde in viele Sprachen übersetzt. Sein letzter Roman "Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze" erschien im Frühjahr 2018.

Die Protagonisten seiner Romane waren stets Außenseiter, die sich auf durchaus kreative Art mit dem Leben auseinandersetzen. Eine eigenwillige Mischung aus Traurigkeit und Komik besitzen diese Anti-Helden, die Genazino "Individualisten wider Willen" nannte.

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