Gang über früheres Minenfeld : Prinz Harry auf den Spuren von Diana: "Unglaublich emotional"

Auf den Spuren seiner Mutter hat Prinz Harry in Angola ein Minenräumprojekt besucht und den Einsatz von Prinzessin Diana gegen die tödlichen Waffen gewürdigt.
Auf den Spuren seiner Mutter hat Prinz Harry in Angola ein Minenräumprojekt besucht und den Einsatz von Prinzessin Diana gegen die tödlichen Waffen gewürdigt.

Prinz Harry folgt dem Vorbild seiner verstorbenen Mutter. Ihr Kampf gegen Landminen sei noch nicht beendet, sagt er.

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27. September 2019, 21:42 Uhr

Huambo | Mit einer blauen Splitterschutzweste bekleidet hat der britische Prinz Harry am Freitag in Angola symbolisch eine Sprengmine gezündet und zerstört. Nahe einem Camp des britischen Halo Trusts bei dem Ort Dirico stellte er den Zündkreis her. In sicherer Entfernung explodierte der Sprengkörper in der Savannenlandschaft, ohne Schaden anzurichten.

Waffenhersteller soll bei Minenräumung helfen

Mit Blick auf das Ziel, Angola bis 2025 minenfrei zu bekommen, forderte er später in Huambo vor laufenden TV-Kameras: "Ich rufe alle die Länder auf, deren Namen auf diesen Waffen stehen, die aber nicht beim Wegräumen geholfen haben, sich zur Hilfe zu verpflichten, damit wir unser gemeinsames Ziel erreichen."

Mutter und Sohn: rechts Prinzessin Diana 1997, links Prinz Harry 2019, wie sie über ein Minenfeld in Dirico gehen. Foto: dpa/Pa/PA Wire
Mutter und Sohn: rechts Prinzessin Diana 1997, links Prinz Harry 2019, wie sie über ein Minenfeld in Dirico gehen. Foto: dpa/Pa/PA Wire


Am fünften Tag seiner Afrikareise wandelte Harry dort direkt auf den Spuren seiner bei einem Autounfall getöteten Mutter Diana (1961-1997). Es sei sehr emotional gewesen, sagte er später. Seine Mutter hätte sich wahrscheinlich gewundert, dass auch 22 Jahre später noch mehr als 1000 Minenfelder zu räumen sind, meinte er. Diese tückischen Waffen gehörten der Geschichte an, meinte er.



Zu Ehren seiner toten Mutter wurde die orthopädische Klinik für verstümmelte Minenopfer in Huamabo nach ihr benannt. Prinzessin Diana hatte sie vor 22 Jahren ebenfalls besucht. Ihr Sohn traf dort nun mehrere der Patienten, mit denen sie einst gesprochen hatte.

Weltberühmte Fotos von Diana auf dem Minenfeld

Prinzessin Diana war 1997 durch ein geräumtes Minenfeld in der Stadt Humabo gegangen, die im angolanischen Bürgerkrieg heftig umkämpft war. Die Fotos, mit denen sie Unterstützung für die Minenräumer des Halo Trusts demonstrierte, waren damals um die Welt gegangen. Die Fotos rückten das Problem der Landminen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Wenige Monate später starb die Prinzessin bei einem Autounfall in Paris, Harry war zu diesem Zeitpunkt zwölf Jahre alt.

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âœIf an international ban on mines can be secured it means, looking far ahead, that the world may be a safer place for this generation's grandchildren.â â“ Princess Diana, 1997 Today in Angola The Duke of Sussex will retrace his motherâ™s steps to see the legacy of her work and how her connection with this community helped make the elimination of landmines a reality. In 1997 Diana Princess of Wales visited Huambo to bring global attention to the crisis of landmines and the people whose lives were being destroyed. Two decades later, the area has transformed from desolate and uninhabitable to lively and vibrant, with colleges, schools and small businesses. The Duke is humbled to be visiting a place and a community that was so special to his mother, and to recognise her tireless mission as an advocate for all those she felt needed her voice the most, even if the issue was not universally popular. Princess Dianaâ™s visit helped change the course of history, and directly led to the Convention against Anti-Personal Landmines, also known as the Ottawa Treaty. Today, with the support of @thehalotrust, Angola now has a stated aim under the Treaty to be clear of known mines by 2025. Despite great progress, 60 million people worldwide still live in fear of landmines every day. During his visit today, The Duke will walk along the street which was once the minefield where his mother was famously pictured. #RoyalTourAfrica #RoyalVisitAngola Photo©ï¸PA

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Obwohl allein der Trust mehr als 100.000 Relikte des jahrzehntelangen blutigen Konflikts in dem afrikanischen Land zerstört hat, gibt es noch immer mehr als 1000 Minenfelder, die die Bevölkerung bedrohen.

Harry mit Meghan und Archie auf Afrikareise

Harry (35) und seine Ehefrau Meghan (38) sind sich seit Montag mit ihrem kleinen Sohn Archie auf einer zehntägigen Afrikareise, die in der südafrikanischen Touristenmetropole Kapstadt begonnen hat. Harry war nach dem Auftakt in Kapstadt dann allein nach Botsuana und schließlich nach Angola geflogen, während der Rest seiner kleinen Familie in Südafrika geblieben war.

Harry, Meghan und Archie besuchten in Kapstadt Desmond Tutu, Erzbischof von Kapstadt und Friedensnobelpreisträger. Foto: dpa/Toby Melville/PA Wire
Harry, Meghan und Archie besuchten in Kapstadt Desmond Tutu, Erzbischof von Kapstadt und Friedensnobelpreisträger. Foto: dpa/Toby Melville/PA Wire


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