Offiziell von "Erkältung" die Rede : Papst hustet immer noch: Absage an sechstägige Fasten-Klausur

Papst Franziskus plagt eine Erkältung. Beim Gottesdienst am Aschermittwoch schnäuzte er sich mehrmals die Nase.
Papst Franziskus plagt eine Erkältung. Beim Gottesdienst am Aschermittwoch schnäuzte er sich mehrmals die Nase.

Der 83-Jährige ist seit mehreren Tagen krank. Gerüchte um eine Coronavirus-Infektion wurden dementiert.

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01. März 2020, 14:31 Uhr

Vatikanstadt | Papst Franziskus hat seine Teilnahme an einer mehrtägigen Klausur mit der römischen Kurie wegen einer Erkältung abgesagt. "Leider zwingt mich eine Erkältung dazu, dieses Jahr nicht teilnehmen zu können, dieses Jahr werde ich die Meditationen von hier aus begleiten", sagte der 83-Jährige am Sonntag am Ende des Angelus-Gebets in Rom. Der Vatikan wies jedoch Spekulationen über eine Coronavirus-Erkrankung des Papstes zurück.

Hustenanfälle bei Angelus-Gebet in Rom

In seiner Ansprache an die auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen wurde Franziskus von mehreren Hustenanfällen durchgeschüttelt. "Es gibt keine Anzeichen, die uns dazu veranlassen, etwas anderes als eine leichte Erkrankung zu diagnostizieren", sagte ein Vatikan-Sprecher zu Journalisten auf Fragen nach einem möglichen Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie.

Sonntags um 12 Uhr spricht der Papst stets das Angelusgebet. Foto: AFP/ MONTEFORTE
Sonntags um 12 Uhr spricht der Papst stets das Angelusgebet. Foto: AFP/ MONTEFORTE


Bereits an den vergangenen Tagen hatte Franziskus blass gewirkt und gehustet. Die Krankheit wurde bekannt, als er am Donnerstag wegen "leichten Unwohlseins" bei einer Veranstaltung fehlte. Auch eine für Donnerstag geplante Messe war abgesagt worden. Nun sagte er seine Teilnahme an den traditionellen sechstägigen Fastenexerzitien mit der Kurie im Dorf Ariccia südlich von Rom ab.


Papst im Homeoffice

Schon während eines Gottesdienstes am Mittwoch hatte er gehustet und sich die Nase geputzt, zudem klang seine Stimme heiser. Am Freitag teilte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni mit, der Papst werde von zu Hause aus arbeiten. Dennoch feierte er in seiner Residenz, dem Gästehaus St. Martha, weiterhin die Morgenmesse und empfing Besucher.

In Italien gibt es einen größeren Ausbruch des Coronavirus mit mehr als 1100 Infizierten – allerdings mit Schwerpunkten im Norden des Landes und nicht in Rom. Trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ging Franziskus nicht auf Distanz zu den Gläubigen. Bei öffentlichen Auftritten begibt sich der Papst gern in die Menge und schüttelt viele Hände.

Weiterlesen: Kuriose Szene im Video: Papst befreit sich mit "Klaps" aus Frauenhand

Der 83-Jährige hat mehrere chronische Leiden. So hat er nur eine Lungenflügel und Probleme mit der Hüfte. Dennoch sagte er bisher fast nie Termine ab.

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