Vermeintliches Privatgespräch : Mikro-Panne bei der "Tagesschau": Jan Hofer plaudert über sein Vermögen

Jan Hofer ist seit vielen Jahren Moderator der 'Tagesschau'.
Jan Hofer ist seit vielen Jahren Moderator der "Tagesschau".

Das war bestimmt nicht für die Ohren der Zuschauer gedacht: Der "Tagesschau"-Routinier spricht über sein Vermögen.

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29. August 2019, 15:43 Uhr

Hamburg | Seit fünfzehn Jahren ist Jan Hofer Chefsprecher der "Tagesschau". Doch auch ein alter Hase wie er ist gegen peinliche Pannen nicht immer gewappnet. Bei einer über den Digitalkanal Tagesschau24 ausgespielten Sendung wurde unlängst vergessen, den Ton der Mikros nach Ende der Sendung herunterzudrehen. So konnten die Zuschauer eine eigentlich private Unterhaltung zwischen Jan Hofer und seinem Kollegen Claus-Erich Boetzkes belauschen.

Auf Youtube finden sich mehrere Videos der Unterhaltung.


Boetzkes ist zu hören, wie er Hofer fragt, ob er die Achsen seines Autos schon verstärkt habe – um seine Honorare nach Hause fahren zu können, ohne das Auto zu beschädigen. Hofer geht auf den Scherz ein und entgegnet, dass er ja mittlerweile auf Bitcoins umgestiegen ist.

Boetzkes nächste Frage: "Warum arbeitest du hier noch, Alter?" "Weiß ich auch nicht", entgegnet Hofer, während sein Kollege für ihn antwortet: "Nur weil du Spaß hast." Danach erzählt Hofer von einer gerade stattgefundenen Neubewertung seiner Immobilien durch die Bank. "Teilweise das Dreifache" seien diese nun wert, gesteht er. Dann bricht der Ton ab.

Ein "privates, nicht ernst gemeintes Gespräch"

Die Moderatoren der "Tagesschau" sind nicht fest angestellt, sondern werden pro Sendung bezahlt. Laut Auskunft der ARD bekommt ein Sprecher für die Hauptausgabe 259,89 Euro – bei kürzeren Ausgaben sinkt das Honorar.

"Es handelte sich um eine Panne. Dies war ein privates, nicht ernst gemeintes Gespräch, das wir nicht kommentieren", sagte eine NDR-Sprecherin am Donnerstag der Deutschen Presseagentur. Zu besagter Panne kam es bereits am 19. August in der 15-Uhr-Sendung. Erst durch einen AfD-nahen Twitteraccount wurde der Geschichte eine größere Aufmerksamkeit zu teil, berichtet "t-online".

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