Im Alter von 73 Jahren : ZDF-Sportreporter Eberhard Figgemeier ist gestorben

Der ZDF-Kommentator Eberhard Figgemeier ist tot.
Der ZDF-Kommentator Eberhard Figgemeier ist tot.

Der ZDF-Sportreporter Eberhard Figgemeier ist tot. Er hatte unter anderem die "Katastrophe von Heysel" kommentiert.

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01. März 2020, 22:25 Uhr

Mainz | Der Sender bezeichnete den Tod als "überraschend". Figgemeier war einer der bekanntesten Sport-Journalisten des Zweiten, kommentierte vor allem Fußball, Tennis und Eiskunstlauf. Er war als Programmchef zudem maßgeblich an der Produktion der Olympischen Spiele zwischen 1996 und 2008 beteiligt. Zudem arbeitete er zwischenzeitlich als Leiter des "Aktuellen Sportstudios".

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Figgemeiers schlimmster Einsatz: Katastrophe von Heysel

Über den wohl schlimmsten Moment seines beruflichen Schaffens hatte Figgemeier gesagt: "Ich musste 90 Minuten live das Sterben von 39 Menschen kommentieren." Im Rahmen des Endspiels des Fußball-Europapokals der Landesmeister 1984/85 war es vor der Begegnung zwischen dem FC Liverpool und Juventus Turin im Brüsseler Heysel-Stadion zu einer Massenpanik gekommen, als Liverpool-Anhänger in den neutralen Sektor stürmten. Dabei stürzte ein Wand ein. Zu den Toten kamen 454 Verletzte.

Im Brüsseler Heysel-Stadion nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Später sperrt die Europäische Fußball-Union (UEFA) alle englischen Klubs für fünf Jahre für alle europäischen Wettbewerbe, den FC Liverpool sogar für sechs Jahre. Die Sperre wird am 10.07.1990 aufgehoben. Foto: dpa/Belga/epa
dpa/Belga/epa
Im Brüsseler Heysel-Stadion nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Später sperrt die Europäische Fußball-Union (UEFA) alle englischen Klubs für fünf Jahre für alle europäischen Wettbewerbe, den FC Liverpool sogar für sechs Jahre. Die Sperre wird am 10.07.1990 aufgehoben. Foto: dpa/Belga/epa


ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann: "Eberhard war ein gradliniger, offener und sehr geschätzter Kollege. Ich habe immer seinen Rat geschätzt."

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