Meinung geändert : Dieter Nuhr verteidigt plötzlich Ausgangsbeschränkungen in Corona-Zeiten

Zu Beginn der Corona-Krise hatte Nuhr mit einem Tweet Aufregung verursacht.
Zu Beginn der Corona-Krise hatte Nuhr mit einem Tweet Aufregung verursacht.

Zu Beginn der Corona-Krise hatte Kabarettist Nuhr noch gegen abgesagte Veranstaltungen gewettert.

von
26. März 2020, 10:25 Uhr

Der Kabarettist Dieter Nuhr hat die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise in Deutschland verteidigt. "Bürgerliche Freiheiten sind relativ zweitrangig, wenn man keine Luft mehr kriegt. Freiheit ist also nur möglich, wenn rücksichtslose Idioten keine Corona-Partys feiern", sagte der 59-Jährige im Interview mit dem "Mannheimer Morgen" (Donnerstag-Ausgabe). Zugleich forderte Nuhr: "Wenn das gesichert und alles vorbei ist, sollten wir der Politik genau auf die Finger gucken, ob sie die Freiheitseinschränkungen wieder zurücknimmt. Wenn nicht, ist Gegenwehr angesagt."

"Die meisten haben den Schuss gehört"

Nach seiner Einschätzung hätten die Menschen mittlerweile die Lage begriffen. "Ich habe den Eindruck, seit Ende der letzten Woche haben die meisten den Schuss gehört. (...) Ich habe auch erst lernen müssen, warum es so wichtig ist, die Ansteckungskurve flach zu halten. Ich denke, die meisten haben es jetzt raus."

Mehr zum Thema:

Corona unterschätzt?

Zu Beginn der Corona-Krise hatte Nuhr mit einem Tweet Aufregung verursacht. Er hatte damit auf die Ankündigung mehrerer deutscher Bundesländer reagiert, Großveranstaltungen abzusagen. "Wir haben eine Erkrankungsrate von 0,0001 Prozent der Bevölkerung. Also ich würde gerne einfach auftreten am Wochenende...", schrieb er damals.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen