Reaktion aus Hollywood : Nach Brexit-Vergleich: Boris Johnson bekommt Ärger mit dem "echten" Hulk

Mark Ruffalo verkörperte den Hulk im letzten 'Marvel's The Avengers'-Blockbuster.
Mark Ruffalo verkörperte den Hulk im letzten "Marvel's The Avengers"-Blockbuster.

Ob Boris Johnson klar war, mit wem er es sich durch seine seltsame Hulk-Analogie verscherzen würde?

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16. September 2019, 07:03 Uhr

London | Der britische Premierminister Boris Johnson muss für seinen skurrilen Vergleich Großbritanniens mit dem Muskelmonster Hulk nun von berufener Seite massive Kritik einstecken: Der US-Schauspieler Mark Ruffalo, der im letzten "Marvel's The Avengers"-Blockbuster die Comic-Figur verkörperte, twitterte am späten Sonntagabend: "Boris Johnson vergisst, dass Hulk nur für das Wohl des Ganzen kämpft." Der 51-Jährige fügte hinzu: "Zornig und stark kann auch beschränkt und zerstörerisch sein. Hulk funktioniert am besten, wenn er im Einklang mit einem Team ist, und er ist eine Katastrophe, wenn er alleine ist."


Johnson hatte der "Mail on Sunday" gesagt: "Je wütender Hulk wird, desto stärker wird Hulk." Er fügte hinzu: "Hulk ist immer entkommen, egal wie eng gefesselt er war – und so ist das auch mit diesem Land." Mit Blick auf den Brexit-Termin sagte Johnson: "Wir werden rausgehen am 31. Oktober, und wir werden es vollbringen."

Schauspieler Mark Ruffalo scheint kein Fan von Boris Johnson und seinen Brexit-Plänen zu sein. Foto: dpa/Jordan Strauss
dpa/Jordan Strauss
Schauspieler Mark Ruffalo scheint kein Fan von Boris Johnson und seinen Brexit-Plänen zu sein. Foto: dpa/Jordan Strauss


Johnson will das vor einem Jahr ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU ändern und die Garantieklausel für eine offene Grenze in Irland streichen, den sogenannten Backstop. Gelingt keine Einigung, will Johnson einen chaotischen EU-Austritt ohne Abkommen Ende Oktober riskieren. Die EU will keinen No-Deal, lehnt aber eine Änderung des Abkommens strikt ab.

Johnson spricht von "gewaltigen Fortschritten"

Vor seinem ersten Treffen als britischer Premierminister mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Montag in Luxemburg sagte Johnson der "Mail on Sunday", dass es derzeit "gewaltige Fortschritte" bei den Verhandlungen gebe.


Bis zum Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am 17. und 18. Oktober sei zwar "noch viel Arbeit nötig", sagte Johnson weiter. "Aber ich werde zu diesem Gipfel fahren und eine Einigung erzielen. Ich bin sehr zuversichtlich. Und wenn wir keine Einigung erzielen, treten wir am 31. Oktober aus." Juncker äußerte sich im Deutschlandfunk weniger optimistisch und lehnte ein Aufschnüren des Abkommens erneut ab.

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