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François Hollande : 9895 Euro im Monat für diese Frisur?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Persönlicher Friseur bringt das das licht gewordene präsidiale Haar stets in optimale Form

Mit geringem Spielraum Großes zu leisten, das ist eine Kunst, die ordentlich entlohnt sein will. So sah es wohl der Élysée-Palast im Jahr 2012, als François Hollande an die Macht kam und einen persönlichen Friseur anstellte, der das licht gewordene präsidiale Haar stets in optimale Form bringen sollte. Und zwar für ein Spitzengehalt von 9895 Euro pro Monat, wie das satirische Enthüllungsmagazin „Le Canard Enchaîné“ in seiner aktuellen Ausgabe verrät.

Der Bruttolohn von 593 700 Euro in fünf Jahren könne dabei noch durch Ausgleichszahlungen aufgebessert werden, wenn Reisen anstehen. Immerhin, so rechtfertigt der Élysée-Palast, beginnen die Arbeitstage des präsidialen Coiffeurs Olivier B. sehr früh und könnten zeitlich ausgedehnt sein: „Er frisiert den Präsidenten jeden Morgen und so oft wie nötig, vor jeder öffentlichen Wortmeldung“. Außerdem musste er seinen Friseursalon schließen, steht jederzeit zur Verfügung und hat sogar die Geburt seiner Kinder verpasst, fügt die Anwältin von Olivier B. hinzu.

Hollande mag nicht als besonders eitel gelten – betrachtet man seine fast immer verrutschte Krawatte. Dass er aber beim Thema Haarpracht etwas sensibel ist, verriet vor der Wahl 2012 Regisseur Jérôme Revon, der das TV-Duell der Präsidentschaftskandidaten filmte: Während Nicolas Sarkozy „wegen seiner Nase“ nicht von der Seite gezeigt werden wollte, verbot Hollande die Ansicht von oben auf seine Glatze. Mit diesen Forderungen seien die Politiker aber „auch nicht anspruchsvoller als Variété-Künstler“, beschwichtigte Revon. Das klingt ja fast schon wieder beruhigend. Wobei es wohl immer mehr Franzosen gibt, die ihren Staatschef lieber im Variété-Theater sähen.

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