Persönliches Buch : «Zwischen ihnen»: Richard Fords Hommage an seine Eltern

An autobiografischen Romanen fehlt es in der Literaturgeschichte nicht. Nun kommt ein weiterer hinzu: Richard Fords «Zwischen ihnen». Darin beschäftigt sich der US-amerikanische Autor mit dem Schicksal seiner Familie.

svz.de von
26. September 2017, 16:01 Uhr

Richard Ford hat in seinen Romanen immer wieder anhand von Einzelschicksalen Porträts der amerikanischen Gesellschaft gezeichnet. In seinem neuesten Buch hat er sich zwei besonderen Einzelschicksalen gewidmet: denen seiner Eltern.

In zwei separaten Texten, irgendwo zwischen biografischen Essays und literarischen Porträts angesiedelt, beschreibt er zwei Menschen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein bescheidenes Leben in den Südstaaten führten, sich mit einem spät geborenen Sohn als Familie zusammenfanden und dann auseinander gerissen wurden.

Ford fragt sich, was er über seinen Vater weiß, dessen Tod er als Sechzehnjähriger miterlebte, wie seine Mutter mit diesem Verlust umzugehen lernte, und auch, wie er selbst in diese Familie passte. «Zwischen ihnen» ist ein außergewöhnlich persönliches Buch über Familie, Erinnerung und Selbstverständnis, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Richard Ford: Zwischen ihnen. Hanser Berlin Verlag, Berlin, 141 Seiten, 18,00 Euro, ISBN 978-3-446-25680-4

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