Rockhaus morgen Schwerin : „Wir waren ehrgeizig“

Da waren es nur noch vier: Rockhaus 2018 – Mike Kilian (hockend), Heinz Angel, Reinhard Petereit und Reinhardt Repke (v.l.)
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Da waren es nur noch vier: Rockhaus 2018 – Mike Kilian (hockend), Heinz Angel, Reinhard Petereit und Reinhardt Repke (v.l.)

Rockhaus wollten einst die Puhdys „beerben“. Die Band ist immer noch auf Tour – jetzt im Nordosten

svz.de von
17. April 2018, 12:00 Uhr

Seit fast vier Jahrzehnten gilt die Berliner Band Rockhaus als kraftvolle und innovative Band in bester Ostrock-Tradition. Vor ihrer Tournee durch den Nordosten sprach Uli Grunert mit Band-Gründer Reinhart Petereit über die Anfänge der Band, das „Erbe“ der Puhdys und neue Pläne.

Wann ging das mit Rockhaus eigentlich los?
Unsere Wurzeln reichen zurück bis in die Schulzeit. So richtig los ging es im Jahr 1979. Da hatten wir unsere erste Einstufung und lernten den damaligen Puhdys-Drummer Gunther Wosylos kennen. Er lud uns in sein Studio ein. Da stellte sich schnell heraus, was uns noch alles an Handwerk fehlte. Aber wir waren ehrgeizig und strengten uns an.

Apropos Puhdys – einige Jahre später sorgten Rockhaus in der kleinen DDR für Furore, als sie verkündeten, sie wollten das Erbe der Puhdys antreten. Was hat Sie damals geritten?
Das kam ganz unvorbereitet. Ein Redakteur des DDR-Fernsehens fragte uns in einer Live-Sendung nach unserem Traum. Da antworteten wir spontan, wir möchten gern mal die Puhdys ablösen.

Mit Bonbons und Schokolade (1983) und I.L.D. (1986) gelangen Rockhaus zwei der erfolgreichsten Rockalben in der Amiga-Geschichte. Was änderte sich da bei Ihnen?
Am Anfang wurden wir vom Erfolg fast überrollt, bekamen Tausende Fan-Briefe. Viele konnten mit den Texten etwas anfangen. Mike Kilian sprach die gleiche Sprache wie sie. Und unsere Musik wurde auch von vielen Puhdys-Fans akzeptiert.

Auch nach der Wende waren Rockhaus mit „Gnadenlose Träume“ (1990), Positiv (2009) und „Therapie“ (2015) erfolgreich. Mittlerweile sind die Puhdys in Rockerente gegangen. Welche Rolle spielt Rockhaus heute in Ihrem Leben?
Nach wie vor ist Rockhaus für uns sehr wichtig. Ich denke, solange uns unsere Fans hören wollen, werden wir wohl weitermachen.

Was ist auf den kommenden Konzerten zu erwarten?
Wir haben kein neues Album dabei, dafür aber die DVD „Live in Berlin“ im Gepäck. Darauf ist das Abschiedskonzert mit unserem viel zu früh von uns gegangenen Keyboarder Carsten Beathoven Mohren zu sehen. So wird auch unser Live-Programm alle Phasen unserer Bandkarriere enthalten.


Tour-Termine:
18.4. Speicher Schwerin, 19.4. Irish Pub Parchim,
20.4. MAU Club Rostock, 21.4. St. Spiritus Greifswald, 22.4. Lido Berlin

 

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