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Schlossfestspiele Schwerin : „Wenn sich mein Traum so erfüllte!“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit der Premiere von „Aida“ bei den Schlossfestspielen Schwerin wird heute die Verdi-Trilogie auf dem schönsten Platz Norddeutschlands vollendet

Was für ein Pomp um eine Oper!“, soll Maestro Verdi kopfschüttelnd gesagt haben, als er nach der Uraufführung seiner „Aida“ vom öffentlichen Rummel um das Teatro del’Opera in Kairo erfuhr. Aber der Vizekönig von Ägypten wollte ja genau das, als er sich zur Eröffnung des Suezkanals eine große, pompöse Festoper bei Italiens bedeutendstem Komponisten bestellte.

Der nahm den Auftrag an, auch weil er sich, um dem gewünschten Thema zu genügen, in die altägyptische Kultur versenken konnte. In kürzester Zeit lieferte Verdi seine Prunkoper, die von einer großen Liebe erzählt, die sich durch die Feindschaft zweier Völker nicht erfüllen kann. Ein altes Thema des Theaters – von „Romeo und Julia“ bis „Tristan und Isolde“. Natürlich, die Geschichte der Liebe zwischen dem ägyptischen Feldherrn Radamès und der äthiopischen Sklavin Aida ist eine fiktive, wenn auch historisch in der Zeit um 1550 v.Ch. angesiedelt, als sich die Ägypter tatsächlich mit den Äthiopiern bekriegten. Aber, so Verdi, „das Wirkliche nachzubilden, kann eine gute Sache sein, aber das Wirkliche erfinden, ist besser, viel besser“.

Die Uraufführung am 24. Dezember 1871 wurde, wie später weitere Aufführungen in Berlin oder Paris, zum Triumph für Giuseppe Verdi; die Romanze „Holde Aida“ oder der Triumphmarsch traten ihren Siegeszug um die Welt an.

Nachdem es auf der Schweriner Museumstreppe in den 1950er-Jahren schon eine konzertante „Aida“ gegeben hatte und 1999 die Schlossfestspiele mit einer heute legendären „Aida“ die Operntradition auf dem Schweriner Alten Garten begründeten, ist diese altägyptische Prunkoper nun im neuen Gewande auf genau diesen Platz zurückgekehrt. Was den Pomp betrifft, lässt sich auch das Mecklenburgische Staatstheater bei der „Aida“ des Jahres 2016 nicht lumpen. Sechs Wochen verwandelt sich der Alte Garten in das Land der Pyramiden. Künstler aus Europa, Australien, Korea und Südafrika konnten als Solisten gewonnen werden. Opern- und Extrachor werden den wuchtigen Gesängen zehn- und zwölfstimmiges Gewicht verleihen. Über 300 Kostüme wurden für die mehr als 200 Mitwirkenden geschneidert, die auf der 30 mal 30 Meter großen Bühne in der Inszenierung von Georg Rootering die große Geschichte um Eifersucht, Triumph und Verzeihen, um Verrat, Vaterlandsliebe und Tod erzählen. Und natürlich werden auch Museum, Theater und Schloss ihre Pracht mit dem Bühnenbild von Romaine Fauchère zu verbinden wissen – auf dem schönsten Platz Norddeutschlands. Und der schreit ja geradezu nach Pomp, oder?

Karten:

Schlossfestspiele Schwerin 2016 des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin „Aida“

Kategorie A: 79 Euro (ermäßigt 69)

Kategorie B: 69 Euro (ermäßigt 59)

Kategorie C: 59 Euro (ermäßigt 49)

Ermäßigungen (um jeweils 10 Euro in allen Kategorien): für Senioren ab vollendetem 65. Lebensjahr, Studenten bis zum vollendeten 28. Lebensjahr, Schwerstbeschädigte (ab 80%) sowie deren als erforderlich bestätigte Begleitperson, Auszubildende, ALG II-Empfänger, Sozialhilfeempfänger und Schüler bei entsprechendem Nachweis

Kartentelefon: +49(0)385/5300-123 kasse@mecklenburgisches-staatstheater.de/www.theater-schwerin.de

Vorstellungstermine:

Premiere am Freitag, den 8.7.2016 um 21 Uhr auf dem Alten Garten, danach bis 14.8. 2016 donnerstags bis sonntags jeweils um 21 Uhr

 

 

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erstellt am 08.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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